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  • 22.01.2013, 10:32 Uhr
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  • Münster
Gastronomie Alter Steinweg

„Die Krise ist vorbei“

Am Alten Steinweg in Münster weht ein frischer Wind. Nach Betreiber-Wechseln und Leerständen wird die beliebte Ausgeh-Meile in der Innenstadt wieder lebendiger. Im September öffnet das neue italienische Restaurant „Aposto“.

Betreiber-Wechsel, Leerstände – der Alte Steinweg, eine der Haupt-Ausgehmeilen in der Innenstadt, befand sich vor zwei Jahren in einer Krise. Seitdem hat sich vieles getan – sehr zur Freude der Gastronomen, die schon früher dort vertreten waren oder sich neuerdings am Steinweg niedergelassen haben. „Die Krise ist vorbei“, sagt Marcus Geßler als Sprecher der Innenstadt-Gastronomen.

Den Worten lässt er selbst Taten folgen. Bislang betreibt er zwischen dem neuen Parkhaus („ein Glücksfall“) und der Mauritzstraße das „Besitos“ und das „Enchilada“, im September wird er im Erdgeschoss des Parkhauses ein italienisches Restaurant mit 180 Sitzplätzen eröffnen, das „Aposto“.

Neben Traditionsgaststätten wie dem „Bunten Vogel“ und dem „Alten Gasthaus Leve“ hat im vergangenen Jahr Thomas Wehrmann mit seiner „Pension Schmidt“ den Sprung ins kalte Wasser gewagt – und bis heute nicht bereut. „Ich bin sehr zufrieden, es läuft wahnsinnig gut“, sagt Wehrmann, dem mit seinem Laden das Kunststück gelingt, „junge Frauen mit Kinderwagen und ältere Ehepaare“ (tagsüber) ebenso anzuziehen wie studentisches Publikum (vor allem abends). Derweil hat gegenüber die Kölsch-Kneipe „Früh bis spät“ geöffnet, auch sie lockt ein Publikum an, das sich von jenem der Vorgänger-Gaststätte „Wolters“ deutlich unterscheidet. „Diese Neueröffnungen haben dem Steinweg gut getan“, sagt Geßler. „Das Spektrum der Menschen, die hier hinkommen, hat sich deutlich erweitert.“

Davon profitiert nicht jeder. Das bayrische Restaurant an der Einmündung zur Mauritzstraße steht – schon wieder – leer, ein Nachmieter wird zum Frühjahr gesucht. Wenige Meter, dies wird an dieser Stelle deutlich, können auf ein und derselben Straße über geschäftlichen Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Der Sprecher der Innenstadt- Gastronomen hat daher einige Wünsche für die Zukunft. Hinweisschilder in der Umgebung könnten nach seiner Einschätzung helfen, noch mehr Menschen Richtung Alter Steinweg „umzuleiten“ und so die Frequenz der Laufkundschaft zu erhöhen. Die Idee, ein regelmäßiges Straßenfest auszurichten, findet auch der Chef der „Pension“, Thomas Wehrmann, klasse.

Dennoch: „Uns ist es gelungen, den Alten Steinweg in der münsterischen Ausgeh-Landschaft eindeutig besser zu positionieren“, betont Geßler. So, wie der Steinweg inzwischen aufgestellt ist, könne ihm nicht einmal mehr der Hafen etwas anhaben.

(Martin Kalitschke)


 


 

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