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  • 17.07.2014, 11:17 Uhr
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  • Münster
Gebühren

AWM: Abfallgebührenvergleich hinkt

Jährlich listet der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt NRW) die preiswertesten und teuersten NRW-Städte und -Gemeinden im Bereich der Abfallentsorgung auf. In den jetzt für 2014 veröffentlichten Zahlen wird die Stadt Münster in diesem Bereich als teuerste Kommune aufgeführt.

"Dieser Abfallgebührenvergleich hinkt gewaltig. Bei einer sachlich korrekten Berechnung liegt Münster im Mittelfeld", sagt Christian Wedding, stellvertretender Werkleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM).

Der BdSt NRW hat für den Vergleich unter den Kommunen bei der jährlichen Restabfall- und der Bioabfallgebühr folgende Parameter zugrunde gelegt: Vier-Personen-Haushalt, 120 Liter Tonnenvolumen und 14-tägliche Abfuhr. "Das entspricht aber überhaupt nicht den tatsächlichen Gegebenheiten in unserer Stadt", stellt Wedding klar.

In der Bioabfallsammlung in Münster haben von insgesamt 40.000 Gefäßen rund 85 Prozent ein geringeres Fassungsvermögen als 120 Liter. Zudem wird die Biotonne nicht alle 14 Tage, sondern wöchentlich abgefahren, um insbesondere im Sommer bei hohen Temperaturen Gerüche und Madenbildung in der Tonne zu minimieren. Grünschnitt kommt nicht in die Biotonne, dafür gibt es zusätzlich gibt alle Wochen die kostenfreie Grünabfuhr.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe bieten den Bürgerinnen und Bürgern ein ausgereiftes System zur Mülltrennung

Bei der Restabfallsammlung sieht es ähnlich aus. Auch hier entspricht der Gebührenvergleich nicht der Realität in Münster. Von insgesamt 57.000 Gefäßen fassen in Münster 34.000 Gefäße weniger als 120 Liter. "Tonnen mit einem Volumen von 120 Litern stehen in Münster fast ausschließlich vor Mehrfamilienhäusern", erklärt Wedding. Der Grund dafür: Die Abfallwirtschaftsbetriebe bieten den Bürgerinnen und Bürgern mit der Restabfall-, Bio- und Papiertonne sowie dem gelben Sack ein ausgereiftes System zur Mülltrennung, das für einen Vier-Personen-Haushalt keine Behältergröße von 120 Litern erfordert und zudem eine erfreulich hohe Abfallverwertungsquote von über 80 Prozent zur Folge hat.

Der Großteil der Münsteraner Haushalte mit vier Personen hat eine 60-Liter-Restmülltonne und eine 35-Liter-Biotonne. Hätte der BdSt NRW diese Tatsachen in seiner Berechnung berücksichtigt, wären 232,44 Euro inklusive Grundgebühr und nicht die aufgelisteten 564 Euro dabei herausgekommen. Mit 232,44 Euro liegt Münster im NRW-Abfallgebührenvergleich im Mittelfeld.

"Das ist völlig in Ordnung. Vor 'billig' steht für uns nachhaltige Verwertung und Entsorgung im Sinne des Umweltschutzes. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass in den 232,44 Euro eine Reihe an Leistungen enthalten sind, die der Bürger gebührenfrei in Anspruch nehmen kann und für die andere Kommunen Extra-Gebühren verlangen. Angefangen bei der gebührenfreien Papiertonne über die Nutzung unserer elf Recyclinghöfe bis zur vierwöchentlichen Sperrgutabfuhr“, unterstreicht Wedding.

(Stadt Münster)


 


 

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