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  • 25.10.2013, 09:32 Uhr
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  • Münsterland / Glandorf
Geflügelbetriebe

Transparenzinitiative der Geflügelwirtschaft

Die Geflügelbetriebe haben ein massives Imageproblem. Bilder von toten Tieren in dunklen Ställen sind an der Tagesordnung, die Mast der Tiere steht in der Kritik. „Klar gibt es schwarze Schafe“, sagt Hubert Lammertmann, „aber bei mir können sie jederzeit gucken, ich habe nichts zu verbergen.“ Der Landwirt aus Glandorf öffnet am Sonntag seinen Hähnchenmaststall und nimmt damit an der sogenannten Transparenzinitiative der Geflügelwirtschaft teil.

40.000 Hähnchen leben in dem Stall in Glandorf – maximal 43 Tage, danach geht es zum Schlachter. „Wir gehen gut mit den Tieren um“, sagt der Landwirt. Drei Impfungen bekommen sie in ihrem kurzen Leben, die sind laut Dr. Aline Veauthier vom Wissenschafts- und Informationszentrum Nachhaltige Geflügelwirtschaft (WING) der Universität Vechta vorgeschrieben.

„Wir haben überhaupt kein Interesse, den Tieren vorsorglich Medikamente, sprich Antibiotika, zu geben. Auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten macht das keinen Sinn“, sagt Lammertmann. Nur wenn die Tiere krank seien und der Tierarzt Medikamente für notwendig halte, würden diese auch eingesetzt. Auch sei der Betrieb nicht von einem Konzern abhängig. „Wir haben Verträge, die drei Monate gelten, danach können wir wechseln“, erklärt der Landwirt.

Lammertmann produziert übrigens ausschließlich Frischfleisch. „Von der Legehenne bis zum Mäster passiert alles in Deutschland. Das kann man auf den Verpackungen an den fünf „D“ sehen“, sagt er. Bei Tiefkühlkost sei das nicht so einfach nachvollziehbar. „Da kommt viel aus Thailand oder Brasilien.“

(Redaktion)


 


 

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