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  • 22.07.2013, 09:06 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Gelungene Marketing-Aktion

Weltrekord im Notebook-Weitwurf

Julian Kießling steht im Wurfkäfig, holt weit aus und schmeißt das Netbook in seiner Hand mit voller Wucht nach vorne. Es scheppert – und nach ein paar Zentimetern bleibt das Gerät verstaubt auf dem Asphalt liegen. Zwar ohne CD-Rom-Laufwerk, aber dafür hinter der dicken roten Linie. Der Berufssoldat aus Münster hat es geschafft. Er hat den Weltrekord von 25 Metern geknackt. Sieger des Tages ist er am Samstag dennoch nicht geworden.

Die Notebook-Weitwurfmeisterschaft, die am Samstag beim Hawerkamp stattfand, war bundesweit einmalig. Zuvor hatte es dieses Event lediglich in Brasilien gegeben und inspirierte vor einem Jahr die Mitarbeiter des LapStore in Münster. „Die Geräte sind natürlich irreparabel“, sagte Michael Kupschus vor dem Start. „Und nach der Veranstaltung kommen sie auch nicht auf den Schrott, sondern in unser Notebook-Museum.“

Fast 100 Frauen und Männer wollten an der Meisterschaft in Münster teilnehmen, aber nur 50 bekamen nach einer Losentscheidung die Chance, den Weltrekord zu knacken und ein Notebook zu gewinnen. Was weitere Motive waren? „Ich wollte schon immer mal ein Notebook bewusst kaputt machen“, erklärte Jan König aus Hamburg – und Alessa Jenner aus Cloppenburg sagte mit einem Zwinkern: „Erstmal zählt für mich der Spaß und dann will ich noch die Frauenquote aufbessern.“ Insgesamt nahmen vier Frauen an dem Wettbewerb teil.

Bei ihrer Technik gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz unterschiedlich um. Der eine schmetterte das Notebook wie einen Diskurs in die Luft und der nächste warf es mit Schwung über seinen Kopf. Ganz ungefährlich blieb es dabei allerdings nicht: Schon in der Vorrunde traf eines der Geräte die Cheerleaderinnen, die zur Motivation der Gruppe am Rand der Wurfstrecke standen. „Das war doch ein Attentat“, scherze die Moderatorin Mascha Schirmer.

Nachdem sich die 20 Besten der Vorrunde noch einmal im Finale beweisen musste, standen die Sieger am Abend fest. So ging Florian Schäfer mit 30,33 Meter als großer Gewinner nach Hause. Den zweiten Platz belegte Daniel Seckfort mit 23,75 Meter und auf dem Treppchen für den dritten Rang stand Daniel Grosskopff mit 23 Metern. Mal sehen, wo der Weltrekord als nächstes angefochten wird. Bis dahin steht ein Münsteraner im Guinness Buch der Rekorde.

(Marie Rövekamp)


 


 

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