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  • 03.03.2015, 15:06 Uhr
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  • Münster / Hanau / Genf
Genfer Automobil-Salon 2015

Goodyear stellt weltweit ersten Strom produzierenden Konzept-Reifen vor

Goodyear präsentiert auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf seinen neuesten Konzept-Reifen: einen zukunftsweisenden, Strom produzierenden Pneu. Der von den Ingenieuren des Goodyear Innovation Center Luxembourg konzipierte Reifen, der nach seinem Entwicklungscode "BH03" benannt wurde, kann Hitze sowie entstehende Deformationen in elektrische Energie umwandeln.

Angesichts des weltweit zunehmenden Interesses an Elektrofahrzeugen erwartet Goodyear, dass diese Art von Innovation bei der anhaltenden Diskussion über die Zukunft der Mobilität eine bedeutende Rolle spielen wird. Bei dem Reifen handelt es sich um eine reine Konzept-Entwicklung, die einen Beitrag zum internen Denkprozess über innovative Lösungen bei Goodyear darstellt. Das Unternehmen plant nicht, den Reifen auf den Markt zu bringen.

"Wir haben diesen Strom produzierenden Konzept-Reifen aus Überlegungen zu Energie- und Umweltfragen heraus entwickelt. Jede zukunftsweisende Idee hat ihren Ursprung in einer gesellschaftlichen Herausforderung", erläutert Jean-Pierre Jeusette, Leiter des Goodyear Innovation Center Luxembourg, in dem das Konzept entwickelt wurde. "Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Reifen inspirieren wird und dass die durch ihn gewonnenen Erkenntnisse in zukünftige Entwicklungen einfließen werden."

Energie für Hybrid-Antriebe und Bord-Technologien

Die vom Konzept-Reifen produzierte elektrische Energie wird an die Akkus des Hybrid-Antriebs eines Fahrzeugs sowie andere Bord-Technologien geleitet. Der Reifen produziert den Strom dabei mithilfe von zwei unterschiedlichen Materialien:

  • Thermoelektrisches Material wandelt die Hitze, die von der ultra-schwarzen Textur innerhalb des Reifens im Stand durch Licht-/Hitze-Absorption und während der Fahrt durchs Rollen produziert wird, in elektrische Energie um.
  • Piezoelektrisches Material wandelt die aufgrund von Druck entstehenden Strukturdeformationen in elektrische Energie um.

Diese neuen Materialien bilden ein 3-D-Netz, das die innere Struktur des Reifens darstellt. Diese Struktur könnte beispielsweise stützend fungieren, wenn der Reifen beschädigt wird und Luft verliert. Dies wäre eine alternative Möglichkeit für die "RunOnFlat"-Technologie. Darüber hinaus besitzt der Reifen einen großen umlaufenden Kanal, um die Aquaplaning-Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und eine einzigartige geräusch-absorbierende Lauffläche.

(ots / Goodyear)


 


 

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