Weitere Artikel
  • 07.04.2015, 13:46 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Genossenschaftliche Direktbank

PSD Bank steigert Bilanz und Gewinn

Trotz Niedrigzinsumfeld kann sich die PSD Bank Westfalen-Lippe eG über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 freuen. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Stichtag 2013 um fast sieben Prozent. Auch Betriebsergebnis und Jahresüberschuss können mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen.

In Anbetracht der insgesamt ungünstigen Rahmenbedingungen für den Finanzsektor zeigen sich die beiden Vorstände der PSD Bank Westfalen-Lippe eG mit der Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres mehr als zufrieden. Die Bilanzsumme übersprang die Milliardengrenze und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 1.065 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis legte um satte 26,5 Prozent zu und lag am Bilanzstichtag bei fast 5 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss konnte trotz des Niedrigzinsumfeldes nahezu stabil gehalten werden. Der Provisionsüberschuss stieg durch eine intensivere Beratung trotz weiterhin gebührenfreier Kontoleistungen leicht an.

Kundengeschäft ausgeweitet - Kosten gesenkt

Das Kundengeschäftsvolumen, die Summe der Kundeneinlagen und vergebenen Kredite, erreichte 1,34 Mrd. Euro - rund 3,5 Prozent mehr als in 2013. Hierzu trug das Einlagengeschäft wie das Kreditgeschäft bei. Das Volumen der Kundeneinlagen am Stichtag lag mit 661 Mio. Euro um 20 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Gefragt waren weiterhin kurzfristige Geldanlagen. „In diesen Zeiten ist das Tagesgeld nicht mehr die opti-male Anlage. Wir sehen es als unsere genossenschaftliche Aufgabe an, unseren Mitgliedern individuelle und nachhaltige Strategien zu Vermögensaufbau und -sicherung in diesem schwierigen Umfeld aufzuzeigen“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Reinhard Schlottbom den geänderten Beratungsbedarf.

Das Kreditgeschäft verlief ebenfalls sehr erfreulich. Es konnten fast 100 Mio. Euro Kredite neu zugesagt werden. Ein Zuwachs von 13 Prozent ist Beleg für eine verstärkte Nachfrage in der für Kreditnehmer außerordentlich günstigen Zinssituation. Schwerpunkt blieb bei der PSD Bank das Baufinanzierungsgeschäft. Reinhard Schlottbom wies allerdings auf die Risiken einer leichtfertigen Verschuldung hin: „Ein hohes Preisniveau verbunden mit anteilsmäßig weniger Eigenkapital birgt Risiken. Jeder Bauherr sollte seine langfristigen Möglichkeiten realistisch einschätzen und die Einsparungen der geringen Zinslast zur schnelleren Tilgung verwenden.“ Diesem Rat folgten viele Kreditnehmer, so dass der Gesamtbestand der Ausleihungen trotz der hohen Neuzusagen nur leicht um 1 Prozent auf 589 Mio. Euro zunahm.

Das gesteigerte Geschäftsvolumen konnte die Genossenschaft mit einer nahezu unveränderten Mitarbeiterzahl bewältigen. Die Personalkosten nahmen leicht ab, während die übrigen Verwaltungskosten stabil blieben. Reinhard Schlottbom: „Insgesamt besitzt unsere Bank im Marktvergleich mit unter 1 Prozent der Bilanzsumme eine sehr günstige Kostenstruktur, was sich in überdurchschnittlichen Konditionen auszahlt. Die gesamten Verwaltungskosten je Kunde liegen bei rd. nur 14 Euro monatlich. Dem stehen Einnahmen vor Risiko von rd. 27 Euro gegenüber.“

Mehr als 1.200 neue Mitglieder

Die Anzahl der Bankmitglieder entwickelte sich positiv. Zum Stichtag 31.12.2014 betreute die Bank fast 45.000 Mitglieder und 63.600 Kunden – über 1.200 Mitglieder mehr als am Stichtag des Vorjahres. Entsprechend erhöhte sich das Volumen der Geschäftsanteile um fast 1 Mio. Euro – das entspricht einem Zuwachs von über 37 Prozent. Gleichzeitig konnte die Zahl der Kundenverbindungen nicht ganz gehalten werden. „Dies ist im Wesentlichen einer qualitativen Bereinigung unseres Kundenbestands geschuldet.“, so Schlottbom.


 


 

PSD Bank
Geschäftsanteile
Kredite
Westfalen-Lippe
Bilanz
Genossenschaft
Bankgeschäfte

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "PSD Bank" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: