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  • 16.05.2013, 11:21 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Geonetzwerk Münster

Zweiter „Geotag Münsterland“ präsentiert „Smart Cities“

„Smart Cities“ war das Motto des zweiten Geotages, der gestern (15.05.213) in der Münsteraner Speicherstadt stattfand. Rund ein Dutzend münsterländische Unternehmen stellten hier ihre Ideen, Forschungen und Entwicklungen vor.

„On board diagnostic“ heißt das Produkt, das die drei Uni-Studenten Tobias Tresselt, Christian Kruse und Jakob Möllers entwickelt haben. Das hört sich kompliziert an, ist aber recht einfach. Ein kleiner Plastikwürfel, der wie eine Tintendruckerpatrone aussieht, wird an ein Auto angeschlossen und misst fortan den Schadstoffverbrauch. Die Daten werden via Smartphone weitergeleitet und schließlich online veröffentlicht. Der Clou: „Man kann sie direkt in soziale Netzwerke einstellen und so den Verbrauch mit anderen Freunden vergleichen“, sagt Möllers. Im Idealfall entstehe so ein Wettbewerb um den geringsten Schadstoffverbrauch.

Die Idee der Studenten ist eine von vielen Geoinformatikanwendungen, die am Mittwoch beim zweiten „Geotag Münsterland“ des Geonetzwerks Münster vorgestellt wurden. Während die Studenten noch Geld sammeln, um ihre Idee zu realisieren, ist die ESRI Deutschland bereits seit vielen Jahren im Geschäft. Account-Manager Carsten Schäfer stellte am Mittwoch unter anderem die Arcgis-Plattform vor. Hier können Karten erstellt, mit individuellen Daten versehen und dann veröffentlicht werden. Ein Beispiel: „Bürger können mit ihrem Smartphone Stellen markieren, an denen sich Graffiti befinden. Beim Ordnungsamt erscheinen diese auf den PCs, sodass umgehend Mitarbeiter losgeschickt werden können, um die Graffiti zu entfernen“, erläutert Schäfer.

„Münster ist einer der führenden Geoinformatik-Wirtschaftsstandorte in Deutschland“

„Smart Cities“ war das Motto des Geotages, bei dem rund ein Dutzend münsterländische Unternehmen ihre Ideen, Forschungen und Entwicklungen vorstellten. Daneben wurde in Dutzenden Fachvorträgen über das Thema informiert. Hinter „Smart Cities“ verbirgt sich ein breites Spektrum von Aktivitäten für die nachhaltige Stadt der Zukunft – Aktivitäten, die auf Geodaten basieren und Städte lebenswerter, also „smarter“, machen sollen.

„Münster ist einer der führenden Geoinformatik-Wirtschaftsstandorte in Deutschland“, betont Christian Zeidler vom Geonetzwerk. Das sei vor allem der Universität zu verdanken. „Forschungen in Münster haben in den letzten Jahren wesentlich zu internationalen Entwicklungen beigetragen.“

(Martin Kalitschke)


 


 

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