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  • 19.06.2013, 07:09 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Warendorf
Geschäftsbericht

Gute Basis für Internationalisierung - aktuell positive Geschäftsentwicklung

DMK Deutsches Milchkontor GmbH hält im zweiten Jahr nach der Fusion aus Humana und Nordmilch den nachhaltigen Wachstumskurs. Vor allem international sollen dabei Marktanteile gewonnen werden. Das Unternehmen macht 2012 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig konnte das Eigenkapital auf 36 Prozent erhöht werden.

Im Geschäftsjahr 2012 haben die 6.240 Mitarbeiter des Unternehmens 6,6 Milliarden Kilogramm Milch zu Milchfrischprodukten, Käse, milchbasierten Zutaten für weiterverarbeitende Lebensmittelhersteller, Eiskrem, Babynahrung sowie Gesundheitsprodukten verarbeitet. Der Gewinn liegt bei rund 20 Millionen Euro. Als genossenschaftlich organisiertes Unternehmen strebt DMK keine Gewinnmaximierung an, sondern hat zum Ziel, einen möglichst wettbewerbsfähigen Milchauszahlungspreis für die landwirtschaftlichen Eigentümer zu realisieren.

Internationalisierung wird vorangetrieben
Ein solides, nachhaltiges Wachstum ist die Voraussetzung für den an den Bedürfnissen der Anteilseigner gemessenen Erfolg. Vor allem der Export verbreitert dabei die Abnehmerbasis für die deutschen Milchbauern. DMK treibt deshalb die Internationalisierung voran: 2012 war eine Vertriebsniederlassung in Shanghai eröffnet worden, 2013 kommen Niederlassungen in Moskau und Madrid hinzu. Zielmärkte für die Expansion sind insbesondere in Asien, den GUS- und MENA-Staaten sowie in Afrika und Südamerika. DMK-Produkte gibt es bereits in über 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 37,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland erzielt. Die Basis für die erfolgreiche Internationalisierung soll mit Investitionen in die heimischen Standorte und Verarbeitungskapazitäten gelegt werden. Dafür wurden 2011 und 2012 rund 157 Millionen Euro investiert, allein 2013 sind es weitere 160 Millionen Euro.

Milchmarkt im Wandel
„Der Milchmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Milchprodukten in Europa stagniert, steigt die weltweite Nachfrage rasant. Gefragt ist dabei Qualität ‚Made in Gemany‘. Daher ist das Exportgeschäft eines der Schlüsselelemente für unser Unternehmen “, sagt Dr. Josef Schwaiger, Sprecher der Geschäftsführung. „Gerade Schwellenländer melden hohen Importbedarf für Milchprodukte. Diese Regionen werden sich in absehbarer Zeit nicht aus eigener Kraft mit ausreichend Milch versorgen können. Daher wollen wir uns dort engagieren.“ Auch aufgrund der 2015 endenden Quotenregelung bahnt sich ein Umbruch des Milchmarktes an. Bereits jetzt ist absehbar, dass die Märkte und die Milchpreise dann stärker schwanken werden als bisher.

Positive Bilanz des Geschäftsjahres
Dr. Schwaiger zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres: „Trotz der im Frühjahr 2012 eingebrochenen Märkte für Trinkmilch und für die Produkte der ‚weißen Linie‘ konnten wir unseren Umsatz und den Jahresüberschuss in etwa auf Vorjahresniveau halten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der fusionsbedingten Restrukturierungskosten ist das ein sehr gutes Ergebnis. Damit wurde für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens ein solides Fundament gelegt.“

Wachstum beim Markengeschäft
Potenzial für Wachstum bietet auch das Markengeschäft. 2012 begann der umfangreiche Relaunch für die Marken MILRAM, Oldenburger und Humana Babynahrung in Markenauftritt und Verpackung. Insgesamt hat sich das Markengeschäft 2012 sehr positiv entwickelt und zum Gesamtunternehmenserfolg beigetragen. Wichtiger Wachstumspfeiler ist außerdem das Ingredientsgeschäft: Rund 20 Prozent der verarbeiteten Milch entfielen auf diesen Bereich.

Überdurchschnittlicher Milchauszahlungspreis
Der durchschnittliche Milchauszahlungspreis, die wichtigste Kenngröße der Genossenschaft , lag bei 31,43 Cent/kg. Damit hat DMK das selbst gesetzte Ziel erreicht und im Durchschnitt mehr gezahlt als die Vergleichsmolkereien. Gegenüber 2011 war der Auszahlungspreis allerdings – bedingt durch volatile Einflüsse – rückläufig. Getragen wird das Unternehmen von seinen Anteilseignern, die Genossenschaftsanteile gezeichnet haben. Diese erhalten eine jährliche Dividende , die - wie im Vorjahr - 4 Prozent auf das gezeichnete und eingezahlte Geschäftsguthaben betragen soll.

Für 2013 und die Folgejahre erwartet das Unternehmen eine weitere Verbesserung der Geschäftsergebnisse. Für den Milchauszahlungspreis wird eine kontinuierliche Steigerung angestrebt. Bis Mai 2013 lag der Auszahlungspreis im Schnitt bei 33,4 Cent/kg, im Juni kletterte er sogar auf 35 Cent/kg. Wenn die positiven Markteinflüsse weiter anhalten, wird die Milchauszahlungsleistung für die DMK-Landwirte auch in den kommenden Monaten steigen. Dr. Schwaiger: „Trotz des Preistiefs Mitte 2012 erwarten wir, dass die Nachfrage das Angebot langfristig übersteigt. Mit der Unternehmensgründung haben wir einen wichtigen Beitrag zur Konsolidierung des deutschen Milchmarkts geleistet. Die Konzentration der deutschen Milchwirtschaft ist eine der zentralen Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen am europäischen Markt und am Weltmarkt.“

Über DMK
DMK Deutsches Milchkontor ist mit 6,6 Milliarden verarbeiteten Kilogramm Milch Deutschlands größtes Molkereiunternehmen. Hinter DMK stehen rund 9.800 aktive Milcherzeuger. Die Milch wird an 24 Standorten mit Hilfe von 6.240 Mitarbeitern unter anderem zu Milchbasisprodukten und Käse, Markenprodukten wie MILRAM FrühlingsQuark oder Ravensberger Desserts über milchbasierte Inhaltsstoffe als Ingredients für weiterverarbeitende Lebensmittelhersteller bis hin zu Humana Babynahrung, Eiskrem und sanotact Gesundheitsprodukten verarbeitet. Mit 4,4 Milliarden Euro Umsatz gehört das Unternehmen auch europaweit zu den Top Ten der Milchwirtschaft. Die Geschäftszahlen beziehen sich in diesem Jahr erstmals auf die Ergebnisse des in 2012 neu entstandenen Deutsches Milchkontor eG Konzerns.

(Redaktion)


 


 

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