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  • 11.12.2013, 10:47 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Borken
Gesundheitswesen

Fachleute trafen sich zur 12. Kommunalen Gesundheitskonferenz in Borken

Zur 12. Kommunalen Gesundheitskonferenz sind Fachleute aus dem Gesundheitswesen im Borkener Kreishaus zusammengekommen. Das Gremium mit Vertreterinnen und Vertretern der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der Zahnärztekammer, der Apothekerkammer sowie der Kassenärztlichen Vereinigung, von Krankenkassen, Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, Vereinen, aus der Politik und der Kreisverwaltung befasst sich mit Themen der Öffentlichen Gesundheit.

Bei ihrer jüngsten Sitzung hat sich die Gesundheitskonferenz nun einstimmig dafür ausgesprochen, Unterstützung in Sachen Verbesserung der Hausarztsituation in der Stadt Gescher zu leisten.

Annette Scherwinski, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, stellte die Auswirkungen der neuen ärztlichen Bedarfsplanungsrichtlinien für den Kreis Borken dar. Die Stadt Gescher ist nach den Vorgaben der neuen Planung gesperrt. Das heißt, neue Hausärzte dürfen sich dort nicht niederlassen, obwohl bereits jetzt ein Ärztemangel besteht, der sich im nächsten Jahr weiter verschärfen wird.

Nach kurzer Diskussion kam es zu einem einstimmigen Votum: „Die Kommunale Gesundheitskonferenz des Kreises Borken unterstützt die Stadt Gescher in den Bemühungen, gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe Lösungen für den lokalen Sonderbedarf in der hausärztlichen Versorgung in Gescher zu finden.“ Auch die Vertreter der Krankenkassen haben zugesichert, sich für innovative Lösungen einzusetzen.

In der Sitzung ging es zudem um Übergewichtsprävention in den Kommunen. Petra Hottenrot stellte dazu das Projekt „Regionen mit peb IN Form“ vor. Im Rahmen dieses Projektes werden kommunale Gesundheitskoordinatorinnen und –koordinatoren ausgebildet. Der Kreis Borken wird dieses interessante Projekt weiter aufmerksam verfolgen. Regina Kasteleiner aus dem Kreisgesundheitsamt berichtete in diesem Zusammenhang von den Ergebnissen einer Befragung in Schulen zur Übergewichtsprävention. Dabei zeigte sich, dass in über 90 Prozent der Schulen das Thema Gesundheitsförderung im Schulprogramm verankert ist.

Immerhin 75 Prozent der Schulen bezeichnen sich als gesundheitsförderliche Schule. Ein Drittel der befragten Schulen setzen bereits Gesundheitsteams/Koordinatoren ein. Einen großen Stellenwert hat mit 63 Prozent auch die Durchführung von Projekttagen. Um auch zukünftig in Sachen „Gesunde Schule“ gut aufgestellt zu sein, arbeiten fast 83 Prozent der befragten Schulen eng mit anderen Institutionen im Bereich der Gesundheitsförderung zusammen.

Praxismonat Allgemeinmedizin

Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Bericht von Annette Scherwinksi über die guten Erfahrungen mit dem Projekt „Hand aufs Herz“ zum Praxismonat Allgemeinmedizin. Das Projekt soll – die Zustimmung des Kreistags vorausgesetzt – im kommenden Jahr fortgeführt werden.

Des Weiteren berichteten die Gesundheitskoordinatorinnen des Kreises, Regina Kasteleiner und Reinhild Wantia, über die Arbeit des Runden Tisches Demenz, der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft und des Gemeindepsychatrischen Verbundes. Der Leiter des Fachbereiches Gesundheit, Dr. Gerhard Ettlinger, beleuchtete abschließend die Impfsituation im Kreis Borken und stellte die wichtigsten Entwicklungen in diesem Bereich vor. Was sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet hat, bestätigt sich nun erneut: „Im Kreis Borken ist der Anteil der Kinder mit vollständigem Impfschutz in den letzten Jahren stetig gestiegen."

Zum Thema: Kommunale Gesundheitskonferenz

Die Kommunale Gesundheitskonferenz ist ein vom Kreistag berufenes Gremium. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster hat den Vorsitz, Geschäftsführer ist Michael Heistermann aus dem Fachbereich Gesundheit des Kreises. Zentrales Ziel des Gremiums ist es, die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zu koordinieren und zu verbessern. Die Gesundheitskonferenz tagt in der Regel einmal im Jahr, häufiger tagen die Arbeitsgruppen, die Handlungsempfehlungen zu einzelnen Themenbereichen erarbeiten.

(Kreis Borken)


 


 

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