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  • 22.04.2015, 08:33 Uhr
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  • Münster / Reken
Gewerbegebiet bei Reken

Gericht kippt Gewerbegebiets-Pläne zunächst wegen formalen Fehlers

Ein Rückschlag für das geplante Interkommunale Gewerbegebiet bei Reken (Kreis Borken) an der A 31. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat den Bebauungsplan für das 72 Hektar große Gelände am Dienstag für unwirksam erklärt.

Gegen den Bebauungsplan hatten eine Bürgerinitiative und die Landesgemeinschaft für Naturschutz und Umwelt einen Normenkontrollantrag gestellt. Mit diesem hatten die Gegner einen mittlerweile drei Jahre andauernden Baustopp erreicht.

Ob sie das Vorhaben aber dauerhaft verhindern können, ist seit dem Urteil ein Stück weit unwahrscheinlicher geworden. Denn das OVG hat den Bebauungsplan streng genommen nur wegen einer Formalie gekippt. Eine geplante Aufforstungsfläche, mit der ein Teil der geplanten Waldrodungen ausgeglichen werden sollte, liegt außerhalb der Gemarkungen von Borken, Heiden und Reken, die für das Gewerbegebiet einen gemeinsamen Zweckverband gebildet haben.

„Das lässt sich heilen“, sagte der Verbandsvorsitzende und Borkener Bürgermeister Rolf Lührmann nach dem Urteil – indem die drei Kommunen eine entsprechende Fläche innerhalb ihres Zweckverbandsgebietes kaufen und dort aufforsten. „Noch in diesem Jahr“, so kündigten die Bürgermeister der drei Kommunen nach dem Urteil an, wolle man eine neue Satzung aufstellen und dann auch einen neuen Bebauungsplan.

Die Projektgegner hatten ihren Widerstand vor allem auf artenschutzrechtliche Verfehlungen gestützt. Diese sah das Gericht allerdings nicht.

(Sven Kauffelt)


 


 

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