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  • 27.11.2013, 10:06 Uhr
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  • Münster
Gewerbegebiet Loddenheide

Ehemalige Panzerverladestation wird zur wertvollen Brachfläche

Im Gewerbegebiet Loddenheide ist nach dem Wegzug der britischen Soldaten eine Brachfläche enstanden. Das 3.300 Quadratmeter große Grundstück der ehemaligen Panzerverladestation hat seine Funktion verloren. Noch ist offen, wann diese sehr zentral liegende Fläche vermarktet wird.

Das Grundstück ist 3.300 Quadratmeter groß – und liegt an zentraler und stark frequentierter Stelle im Gewerbegebiet Loddenheide. Auf der einen Seite ein Verbrauchermarkt, auf der anderen ein Großmarkt.

Genau genommen handelt es sich bei diesen 3.300 Quadratmetern in Münsters edelstem Gewerbegebiet aber um eine komplett unter Wert gehandelte Brachfläche, denn über Jahre hinweg diente dieses Areal inmitten der boomenden Loddenheide als Panzerverladestation für die britischen Streitkräfte. Doch die Briten sind weg, da ist auch die Verladestation überflüssig geworden.

Bima prüft zunächst die Nutzungsmöglichkeiten

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), in deren Eigentum sich die ehemalige Militärfläche jetzt befindet, weiß um den Wert dieses Grundstückes. Konkrete Verkaufsabsichten bestehen derzeit aber nicht, weil die Bima nach Auskunft des zuständigen Mitarbeiters Bernd Grotefeld erst einmal prüfen möchte, ob es auch ohne Panzerverladung einen öffentlichen oder unternehmerischen Nutzen für Gleise und Verladerampe geben könnte. „Wir haben die Planung noch nicht abgeschlossen. Denn sobald die Gleise demontiert sind, fällt diese Möglichkeit unabänderlich weg.“

Bei der Wirtschaftsförderung sieht man die Chancen einer Unternehmensansiedlung mit Gleisanschluss deutlich reservierter. Es gebe eher eine „gegenläufige Tendenz“, so der Kundenberater Dieter Schewetzky. In den Gewerbegebieten Nienkamp/Meßkamp sowie an der Siemensstraße seien in der Vergangenheit Gleise wegen fehlender Nachfrage abgebaut worden.

„Lage und Größe sind ideal“ - trotzdem schwer verkäuflich

Damit ist klar: In der jetzigen Form ist das Grundstück nur schwer verkäuflich. Eine Demontage von Rampe und Gleisen vorausgesetzt, sieht Schewetzky aber sehr gute Vermarktungsmöglichkeiten. „Lage und Größe sind ideal.“

Schaut man sich den Plan genau an, liegt der Gedanke nahe, die Fläche dem direkt benachbarten SB-Zentralmarkt zuzuschlagen. Doch in der Lippstädter Firmenzentrale heißt es: „Wir haben kein Interesse.“ Kein Problem hätte das Unternehmen mit einem neuen Nachbarn – vorausgesetzt, bei Bima und Wirtschaftsförderung tut sich was.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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