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  • 03.07.2013, 15:05 Uhr
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  • Düsseldorf
„Giftige Wertpapiere“

WestLB mit schlechten Geschäften auf den Caymans

Bei ihren umstrittenen Offshore-Geschäften hat die WestLB giftige Wertpapiere von rund sechs Milliarden Euro angehäuft. Gut ein Viertel – 25,3 Prozent – der von der Ersten Abwicklungsanstalt EAA verwalteten Risikopapiere von insgesamt 23 Milliarden Euro Nennwert entstammten dem WestLB-Geschäft auf den Cayman Inseln.

Diese Zahlen nannte Finanzminister Norbert Walter-Borjans in einer Antwort auf eine FDP-Anfrage. Von einem hohen Risikopotenzial sprach darum der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ralf Witzel.

Damit sei nun klar, wie stark die vor 2005 eingeleiteten Offshore-Geschäfte mit einem „hoch toxischen Schrottpapier-Portfolio“ zum Niedergang der einstigen Landesbank beigetragen hätten. „Ohne Offshore hätte es ein Viertel weniger Belastung gegeben.“ Für die in der EAA versammelten Risiken müssen der Bund, das Land und die Sparkassen mit insgesamt fünf Milliarden € haften.

Das Finanzministerium dementierte am selben Tag Berichte, wonach die Offshore- Geschäfte einen Verlust von sechs Milliarden € eingefahren hätten. Diese Summe sei lediglich der Nennwert der toxischen Papiere. Der EAA sei es inzwischen gelungen, den ursprünglichen Nennwert des Phoenix-Portfolios von 23 auf 13,8 Milliarden € zu reduzieren. Dieser Abbau habe 1,3 Milliarden € Garantien von Land und Sparkassen beansprucht.

(Hilmar Riemenschneider)


 


 

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