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  • 05.07.2013, 09:16 Uhr
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  • Münster
Gourmet-Veranstaltung

Münster und die Kunst des Verwöhnens

Vor 10 Jahren hatte Severin Romero die Idee, die anfänglich auf Skepsis bei den Gastronomen stieß. Heute muss er vielen, die gerne mitmachen würden, sogar absagen. Denn die Zahl der Köche bei der Gourmet-Veranstaltung "Münster verwöhnt" ist auf 20 begrenzt. Die Gäste haben die Qual der Wahl aus rund 150 Gerichten, die ihnen vor der prächtigen Schlosskulisse serviert werden.

Severin Romero verwöhnt seine Gäste vor der Kulisse des münsterischen Schlosses. Und das schon seit zehn Jahren. Die Zahl der Genießer wächst, darüber freut sich der 41-jährige Genussmensch Romero natürlich, das ist sein Geschäft. „Münster verwöhnt“ ist seine Idee, sein Konzept und sein Ding. Romero trägt als Veranstalter die Verantwortung, verdient damit aber auch Geld.

Der Mann aus Barcelona, der mit seiner Familie in Ochtrup wohnt, ist seit zehn Jahren die treibende Kraft dieser dreitägigen Veranstaltung, die mit dem Wetter steht und fällt.

Die Gastronomen standen anfangs skeptisch am Herd. Romero bekam kaum 14 Köche zusammen. Mit einem Preislimit von heute 8,50 Euro pro Speise und kleineren Portionen mochten sie nicht gerne leben. Die Kalkulation des Unternehmers Severin Romero aber ging auf. Heute klingelt bei ihm ständig das Telefon. Viele Köche würden gerne mitmachen. „Seit 2004 musste ich nicht ein Mal das Telefon bemühen“, freut sich der 41-Jährige.

Kulinarische Genussmeile als Aushängeschild

Ein besseres Aushängeschild als die kulinarische Genussmeile gibt es nicht, sagen die Profis am Herd. Zehn von 20 Gastronomen wissen wovon sie sprechen, denn sie sind von Anfang an dabei.

Aber der Platz vor dem Schloss ist begrenzt, das weiß auch Romero, darum verzichtet er in diesem Jahr zum ersten Mal auf die Bühne, nicht auf Musik. 300 Sitzmöglichkeiten mehr beschert ihm diese Idee. Rund 5.000 Gäste können gleichzeitig bei „Münster verwöhnt“ bewirtet werden. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Tausende Menschen lassen sich – wenn es gut mit dem Wetter läuft – verwöhnen. Und Severin Romero hatte bisher bis auf einen Regentag Glück mit dem Wetter. Die Sterne stehen für den umtriebigen Unternehmer auch an diesem Wochenende gut.

Zwei Tage dauert jeweils der Aufbau für die Veranstaltung. Romero sorgt für die Logistik, koordiniert seine 50 Mitarbeiter, betreibt Getränkestände und hält die Spülstraßen fit. „Jede 50 Sekunden ist ein Korb gespült.“ Läufer transportieren im Hintergrund das Geschirr von Stand zu Stand. Romero „verwöhnt“ die Gastronomen unter anderem mit den Pagoden, mit Gläsern, Tellern, Tischen und Bänken.

Für ihn persönlich ist die dreitägige Veranstaltung, die er als kulinarische Vernetzung bezeichnet, aber eher ein Diätprogramm. Nur einmal am Tag gönnt er sich eine Auszeit, „Leider“. Dann genießt Severin Romero aber Ochsenbäckchen, sein Lieblingsgericht.

Stress, sagt der Mann, möchte er dennoch nicht aufkommen lassen. Schwer im Magen lag Romero in diesem Jahr nur eine mehrfache Terminverschiebung für die Veranstaltung. „Normalerweise sind wir drei Wochen später dran.“

Der Organisator von „Münster verwöhnt“ ist inzwischen überzeugt, dass sich die Veranstaltung in dieser Stadt etabliert hat. Trotzdem überlässt der Unternehmen nichts dem Zufall. Severin Romero, der eine Logistikfirma betreibt, der Rollstühle bauen lässt und neuerdings in der münsterischen Innenstadt das Café Ideal betreibt, ist mit Herzblut dabei – und mit immer neuen Ideen.

(Redaktion)


 


 

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