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  • 09.07.2014, 10:22 Uhr
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  • Gronau / Losser
Grenzregion

Empörung über Maut im Grenzgebiet

Die niederländische Umweltministerin Melanie Schultz van Haegen ist „verstimmt“, der Bürgermeister der Grenzgemeinde Losser, Michael Sijboom, sogar „empört“ und „sehr böse“: Die Pläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt stoßen jetzt auch bei den Nachbarn auf Widerspruch.

"Das ist katastrophal für die Grenzregion“, sagte gestern Sijboom, Bürgermeister des niederländischen 22.000-Einwohner-Städtchens Losser zu den Maut-Plänen. Der Christdemokrat Sijboom rief die Politiker des deutsch-niederländischen Grenzraumes dazu auf, die Pläne zu stoppen. Notfalls müsse es eine 50 Kilometer breite „mautfreie Zone“ entlang der Grenze geben.

Enttäuschung darüber, dass Berlin die niederländischen Interessen nicht berücksichtigt hat

Zuvor hatte sich Schultz van Haegen enttäuscht darüber gezeigt, dass Berlin die niederländischen Interessen nicht berücksichtigt habe. Die Bundestagsabgeordneten der SPD, Ingrid Arndt-Brauer (Horstmar) und Ursula Schulte (Vreden), sagten, sie stünden zwar zur Koalition und würden die Maut-Pläne, – wenn auch „zähneknirschend“ – mittragen. Gleichwohl, so Arndt-Brauer, „treibe das die Nachbarn ohne Not auf die Bäume“. MdB Jens Spahn (CDU) aus Ahaus sagte, es sei grundsätzlich fair, wenn ausländische Nutzer die Straßen im Transitland Deutschland mitfinanzierten.

(WN)


 


 

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