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  • 20.12.2014, 08:30 Uhr
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  • Handorf / Münsterland
Gründer-Geschichten

Gut gegründet!

In den meisten Fällen gehört mehr zu einer erfolgreichen Gründung, als eine gute Idee. Etwa 75 Prozent der Gründungen scheitern an einer Unterkapitalisierung. Den Gründern geht schlicht das Geld aus. Das MÜNSTER!-Magazin traf sich mit Elke Probst, der Chefin des Cafe Nobis in Handorf, und Björn Maas, Leiter des Geschäftskundenbereichs der Deutschen Bank in Münster, zum Gespräch über Ideen, Konzepte und Enthusiasmus.

MÜNSTER!: Wir sind begeistert: Vor ein paar Jahren sah das hier aber noch anders aus.

Elke Probst: Vielen Dank! Aber mir war klar, dass wir das schön hinbekommen werden.“

Björn Maas: „Als ich die Räume vor ein paar Jahren da erste Mal sah, musste ich erstmal schlucken. Hier im Keller war ja alles Bruch. Umso faszinierender, was Elke aus dem alten Nobiskrug gemacht hat.“

M!: Das Gebäude war also in einem schlimmen Zustand. Warum haben Sie, Herr Maas, denn trotzdem bei der Finanzierung mitgemacht?

BM: Das Konzept eines Cafes an dieser Stelle hat mich schon überzeugt. Elke hat an alles gedacht, auch etwa an Feinheiten wie, dass das Geschäft im Winter natürlich schwächer ist als im Sommer. Und dazu kam ihr Enthusiasmus.

EP: Ich hatte mich ja vorher schon bei anderen Konzepten und Objekten wie Haus Amelsbüren oder Grün & Form eingebracht. Und ich hatte immer vor meinem geistigen Auge, wie das Cafe Nobis irgendwann aussehen würde.

M!: Nanu, Banker, die auf ihr Bauchgefühl hören?

BM: Ja, die gibt`s auch (lacht). Im Ernst: wenn der Businessplan nicht überzeugend gewesen wäre, hätten wir uns auch schwer getan. Aber die Zahlen sind das eine, der Gründer das andere: Hat er oder sie das Zeug dazu? Wie verkauft sie ihre Idee? Glaubt sie wirklich daran? Und wenn man dann das Gefühl hat, das passt, dann lohnt es sich auch intern dafür zu kämpfen.

M! Was würden Sie Gründern denn raten?

EP: Als ich das Konzept entwickelt habe und mich auf die Suche nach einer Finanzierung machte, hatte ich Unterstützung von einem Gründungsberater. Das kann ich wirklich nur empfehlen. Und es wird sogar gefördert.

BM: Der Vorteil dieser Berater ist einfach die Außensicht. Sie stellen Fragen, an die der Gründer vielleicht noch nicht gedacht hat. Holen ihn manchmal auch etwas auf den finanziellen Boden Tatsachen zurück.

M! Bei Ihnen hat das ja richtig gut geklappt, wie mir scheint?

EP: Ja, wir waren einfach auf einer Wellenlänge. Und Björn war mit Kollegen sogar schon hier zu Gast.

BM: Es ist einfach ein toller Ort, man vergisst hier die Zeit, es ist wunderbar. Genauso wunderbar übrigens zu sehen, wenn ein Konzept so gut funktioniert. Denn deshalb manche ich am Ende ja auch meinen Job, das macht einfach Spaß.

M!: Vielen Dank für den kurzen Plausch!

(Redaktion)


 


 

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