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  • 13.05.2013, 11:23 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Günstiger Wohnraum gefordert

SPD-Antrag zur Bodenvorratspolitik und Miet-Niveau

Um die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt für Menschen mit mittleren und unteren Einkommen zu entzerren, möchte die SPD Einfluss nehmen auf künftige Neubauentwicklungen in Münster.

Die Zahl der Studenten in Münster steigt, aber auch die der Single-Haushalte und die der älteren Menschen: „15.000 bis 20.000 Wohnungen werden in den nächsten Jahren in Münster gebraucht“, sagt Gaby Kubig-Steltig. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion sieht vor allem für kleinere und bezahlbare Wohnungen einen wachsenden Bedarf. Außerdem fielen in den kommenden Jahren rund 7.000 Wohnungen in Münster aus der Preisbindung heraus, sagt Kubig-Steltig.

Den Sozialdemokraten schwebt vor, über die Grundstücksvergaben und über die Bauleitplanung mehr Wohnraum zu schaffen. Vor allem Wohnraum, der bezahlbar ist, sagt der wohnungspolitische Sprecher Thomas Fastermann: „Wir können es uns nicht mehr leisten, auf 1.000 Quadratmetern zu wohnen.“ Dabei sei nicht daran gedacht, die Menschen an den Stadtrand zu bewegen. Innerstädtische Lagen wie das alte TÜV-Gelände zwischen Gasselstiege und York-Ring schweben den Sozialdemokraten für eine neue Wohnbebauung mit entsprechenden Zielvorgaben vor, die bei der Grundstücksvergabe ansetzten. „30 Prozent der neu entstehenden Wohnungen werden öffentlich gefördert und 30 Prozent als preisgedämpfte Wohnungen, deren Mieten nicht über dem gültigen Mietspiegel liegen“, erklärt Fastermann. 40 Prozent des neuen Wohnraums ließen sich dagegen frei vermarkten.

Die bisherige Ausweisung neuer Baugebiete habe nicht die erhoffte Entspannung bei den Mietpreisen gebracht. Im Gegenteil, so die beiden SPD-Politiker, die Attraktivität der Stadt führe dazu, dass es keine Probleme bereite, hochpreisige Wohnungen zu schaffen. Die Sozialdemokraten fordern darum, dass die Bodenvorratsplanung wieder intensiviert werde. Gefordert wird der Ankauf von späterem Bauland durch die Stadt. Damit könnte beim Verkauf an einen Investor Einfluss genommen werden. Ein entsprechender Antrag liegt dem Rat am 15. Mai vor.

(Redaktion)


 


 

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