Weitere Artikel
  • 28.08.2013, 09:18 Uhr
  • |
  • Münster / Düsseldorf
Gute Halbjahreswerte

Kapitalaufstockung bei der WGZ-Bank nicht ausgeschlossen

Bankenregulierung und Niedrigzinsniveau machen auch der WGZ-Bank zu schaffen. Nach einem Premium-Jahr 2012, in dem die Gruppe mit einem Rekordüberschuss von über einer halbe Mrd. €  glänzen konnte, präsentierte der neue Vorstandsvorsitzende Hans-Bernd Wolberg am Dienstag in Düsseldorf zwar deutlich über Plan liegende Halbjahreszahlen. Doch das Geschäft auf dem traditionell gut von der Bank bestellten Feld wird nicht einfacher. Wolberg schloss „etwaige Kapitalmaßnahmen“ vor dem Hintergrund weitere regulatorischer Anforderungen nicht aus.

Realisieren könnte die Bank diese Aufstockung binnen weniger Monate. Entsprechende Beschlüsse der Hauptversammlung halten der Bank bis ins Jahr 2015 hinein auf diesem Gebiet die Tür offen. Aktuell beträgt die Kernkapitalquote der Gruppe 11,4 Prozent. Das bilanzierte Eigenkapital der Gruppe liegt zum Jahresschluss 2012 bei 3,2 Mrd. € .

Das erste Halbjahr war nach Worten des neuen WGZ-Chefs, der keinen strategischen Kurswechsel plant, zufriedenstellend. Die Gruppe profitierte vor allem beim Handelsergebnis von der weiteren Beruhigung der Staatsschuldenkrise und einer freundlichen Entwicklung der Kapitalmärkte. Auch für das zweite Halbjahr sieht Hans-Bernd Wolberg die Bank auf einem stabilen Kurs und ist deshalb zuversichtlich, dass man an das Ertragsniveau des Vorjahres anknüpfen kann.

Erreichen will man dies durch eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den Kundengruppen. Beim Geschäft mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken tritt die Zentralbank zum Beispiel noch stärker als Dienstleister auf – inzwischen auch beim Eigenanlagen-Management. Erste Mitgliedsbanken nutzen diese Leistung bereits. Und auch wenn die Konkurrenz wächst, erweist sich das Kreditgeschäft mit mittelständischen Unternehmen als starke und wachsende Säule. Beim Förderkreditgeschäft ist man gemeinsam mit den Mitgliedsbanken nach der Stückzahl ohnehin Marktführer.

Wolberg machte vor der Presse keinen Hehl daraus. dass man sich als Banker durchaus ein anders Zinsniveau wünsche. „Die Schuldner sind die Profiteure dieser Entwicklung.“ Die Sparer und auch die Banken, die sich mit einem traditionellen Geschäft den klassischen Kreditnehmer zuwenden, hätten eindeutig das Nachsehen. Wolberg: „Es trifft ausgerechnet die Banken, die die Finanzkrise gerade nicht verursacht haben.“

Halbjahreszahlen der WGZ-Bank

Für die WGZ-Bank (in Klammern die Zahlen vom 30. 6. 2012)

  • Zinsüberschuss: 137,3 Mio. € (134,4 Mio. € )
  • Provisionsüberschuss: 54,3 Mio. € (52,2 Mio. € )
  • Betriebsergebnis nach Risikovorsorge: 95,5 Mio. € (139,3 Mio. € )
  • Halbjahresüberschuss nach Steuern: 75,8 Mio. € (138,4 Mio. € )

Für die WGZ-Bank-Gruppe (in Klammern Zahlen 2012):

  • Zinsüberschuss: 262,2 Mio. € (237,1 Mio. € )
  • Handelsergebnis: 112,1 Mio. € (70,3 Mio. € )
  • Ergebnis vor Steuern: 258,4 Mio. € (195,3 Mio. € )
  • Halbjahresüberschuss: 196,9 Mio. € (172,5 Mio. € )

(Wolfgang Kleideiter)


 


 

Bank
Gruppe
Geschäft
WGZ-Bank
Halbjahr
Mitgliedsbanken
Entwicklung
Förderkreditgeschäft

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Bank" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: