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  • 21.04.2015, 09:14 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Hafen-Immobilien

Investor Kuhr will Platz für 350 Büroarbeitsplätze und 70 Wohnungen schaffen

„So langsam bekommen wir das Mosaik zusammen.“ Sichtlich erfreut saß Stadtdirektor Hartwig Schultheiß bei einem Pressegespräch am Montag neben dem Investor Josef Kuhr, Betreiber des Kuhr-Speichers am Stadthafen. Kuhr möchte rund um seinen Speicher einen dreiteiligen Gebäudekomplex mit 10.000 Quadratmetern Bürofläche und 7.000 Quadratmetern Wohnfläche errichten, letztere verteilt auf rund 70 Wohnungen. Komplettiert wird das Ensemble durch eine Tiefgarage mit 276 Parkplätzen.

Das Projekt nennt sich Hafentor und soll über die Schillerstraße erschlossen werden. Mit dem Hafentor, errichtet nach den Plänen des Architekturbüros Kleihues & Kleihues, soll die Lücke am östlichen Rand des Kreativkais geschlossen werden.

Erst jüngst war bekannt geworden, dass die LVM-Versicherung einen 60 Millionen Euro teuren Gebäudekomplex am Hafenbecken errichten möchte – ebenfalls ganz überwiegend genutzt für Büros.

Josef Kuhr nannte bei dem Pressegespräch keine Investitionssumme, da nach seinen Angaben noch nicht klar ist, ob sich im Zuge des laufenden Bebauungsplanverfahrens Änderungen ergeben könnten.

Gleichwohl ließ der Investor aber keinen Zweifel daran, dass er vom Erfolg des Projektes überzeugt sei: „Münster ist als Wirtschaftsstandort so stark, dass er noch Büroräume vertragen kann.“

Mit der Fertigstellung sollen am Hafentor 350 neue Arbeitsplätze entstehen. Der geplante Büroturm mit zwölf Etagen, so der Architekt Norbert Hensel von Kleihues & Kleihues, liege genau an der Einmündung des Hafens in den Dortmund-Ems-Kanal und biete „sehr interessante Blickachsen“.

Ohnehin wird sich das komplette Areal drumherum ändern, da der Kanal ausgebaut und die Schiller­straßen-Brücke neu errichtet wird.

Die Kuhr-Pläne werden jetzt ebenso wie die LVM-Pläne in das laufende Bebauungsplanverfahren für das alte Osmo-Gelände eingespeist und den politischen Gremien vorgestellt. Maßgeblich bei den Beratungen seien die Festlegungen des Masterplans Hafen, so Stadtdirektor Schultheiß. Er geht davon aus, dass erst Ende 2016 Baurecht für das gesamte Areal vorliegen wird. Die Bagger könnten dann mit Beginn des Jahres 2017 anrollen.

Grundstückszukauf

Die jetzt vorgestellten Planungen für das Hafentor wurden ermöglicht durch eine 2013 vorgenommene Parzellierung des alten Osmo-Areals. Durch Grundstückzukäufe kann Kuhr jetzt eine 11.700 Quadratmeter große Fläche bebauen. Kuhr lobte für das Hafentor einen Wettbewerb aus, den das Büro Kleihues & Kleihues gewann.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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