Weitere Artikel
  • 25.07.2013, 09:26 Uhr
  • |
  • Münsterland / Velen
Halbzeit für Regionale 2016

Jede Menge gute Ideen warten auf Umsetzung

Das Westmünsterland wird in drei Jahren Regionale-Raum. In drei Jahren soll das große Projekt-Event starten. Bislang haben die Verantwortlichen 43 Projekte erarbeitet – und für die Zeit bis 2016 noch jede Menge guter Ideen parat.

Im Zukunftsland ist Halbzeit. Nach drei Jahren hat die Regionale 2016 inzwischen 43 Projekte auf der Habenseite und noch mehr in der Pipeline. „Ja, wir sind durchaus zufrieden“, sagt darum Geschäftsführerin Uta Schneider – wenngleich es hier und da vielleicht noch ein klein wenig besser laufen könnte.

Zukunftsland: Der Name ist Programm. Die Regionale, die in drei Jahren das Westmünsterland und dessen Anrainer bespielen wird, hat sich etwas verschrieben, das„Daseinsvorsorge sichern“ heißt. Das ist ein Thema für den zweiten Blick. Auf den ersten klingt es eher sperrig.

Seine Kraft und Macht und damit irgendwann auch seine Bedeutung entwickelt es auf der praktischen Ebene, dort, wo die Projekte zu Hause sind. „Hier zeigt sich, dass das Gros um die drei Schlagworte Energie, Mo­bi­li­tät und Wasser rankt“, erklärt Regionale-Sprecher Michael Führs.

  • Energie: So hat sich die Stadt Werne beispielsweise vorgenommen, genauso viel Energie selbst zu erzeugen, wie sie rein rechnerisch verbraucht. Ähnliches hat die Stadt Olfen vor. Das Künstlerdorf Schöppingen will sogar mehr davon produzieren, als es verbraucht. Die Stadt Dorsten wiederum möchte aus Wildpflanzen Saatgut-Mischungen entwickeln, mit denen am Ende auch Biogas-Anlagen ge­füttert werden könnten. Die Gemeinde Schermbeck plant, aus Grünabfall Energie herzustellen, der Kreis Borken will ein Gewerbegebiet in Vreden-Gaxel energetisch optimieren, was heißt: So viel Energie, wie die ansässigen Un­ter­neh­men verbrauchen, soll dort künftig auch erzeugt werden.
  • Mobilität: „Bahnlandlust“ haben die Gemeinde Reken sowie Coesfeld und Dorsten beispielsweise ihr Vorhaben genannt. Sie wollen die Bahnstrecke zwischen den beiden Städten zukunftssicher machen, indem die Taktfrequenz ebenso erhört wird wie die Zahl der Haltepunkte. Darüber hinaus soll die Verbindung bis nach Essen reichen. Die Stadt Olfen will Busse aus dem starren Konzept von Linien und Abfahrtzeiten befreien und mehr am Bedarf der Bürger orientieren. Zudem soll ein Radschnellweg zwischen Isselburg und Borken entstehen.
  • Wasser: Die sogenannten Flusslandschaften sind für die Regionale so zentral wie für die Region. Dabei geht es unter anderem um die Berkel, die in Coesfeld verrohrt, zugedeckt und derart überbaut wurde, dass sie in der Stadt nahezu unsichtbar geworden ist. Der Fluss soll im Rahmen der Regionale wieder sichtbar und in seinem weiteren Verlauf in Stadtlohn und Vreden erlebbarer werden. Ähnliches ist für die Stever geplant.

Natürlich ist das nicht alles, die drei großen Blöcke sind aber so etwas wie das Rückgrat der Regionale. Zwei Projekte haben inzwischen den A-Status erreicht, was bedeutet: Sie sind schon jetzt so gut, dass sie demnächst realisiert werden. Dazu gehört das „2Stromland“, das ist jener fast vergessene Raum zwischenLippe, Stever und Dortmund-Ems-Kanal, dessen Attraktivität gesteigert werden soll. Gleiches gilt für das Leohaus in Olfen, das mit Blick auf den demografischen Wandel zu einem neuen Ort der Gemeinschaft entwickelt werden soll.

Was noch fehlt

Es sind vor allem drei Dinge, die der Regionale 2016 noch fehlen. Da ist zum einen die teilweise ungesicherte Finanzierung. Die aktuelle Förderperiode der EU, von der ein Teil des Geldes für Regionale-Projekte kommt, endet 2013. Dass es auch danach Geld geben wird, steht fest. Unklar ist aber noch, wie die Töpfe ausgestaltet werden. „Es ist schon eine besondere Situation, damit umzugehen“, sagt Uta Schneider. Hinter manch einer vorgehaltenen Hand ist auch zu hören, dass das Engagement der Wirtschaft größer sein könnte. Zudem gilt: Die Regionale ist im gesamtem Münsterland noch nicht bekannt, was daran liegt, dass sie ganz im Westen der Region stattfindet.

(Elmar Ries)


 


 

Michael Führs
Regionale
Projekt-Event
Olfen
Geld
Dorsten
Zukunftsland
Menge

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Michael Führs" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: