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  • 21.01.2013, 09:29 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Handwerkerhöfe Loddenheide

Nach 15 Jahren Ziel erreicht

Der Chef des städtischen Unternehmens Westfälische Bauindustrie (WBI), Klaus Kötterheinrich, ist froh, demnächst ein langwieriges Kapitel der Firmengeschichte beenden zu können.

Die WBI war in den 1990er Jahren damit beauftragt worden, im Gewerbegebiet Loddenheide die so genannten Handwerkerhöfe zu bauen und zu vermarkten.

Aktuell sind die letzten der zehn Handwerkerhöfe im Bau, die „Lücken werden geschlossen“, so Kötterheinrich. Wenn auch mit jahrelanger Verspätung. Das Konzept der Handwerkerhöfe stammt noch aus Zeiten der rot-grünen Koalition 1994 bis 1999. Die WBI, eigentlich für den Betrieb der münsterischen Parkhäuser zuständig, sollte schlüsselfertige Betriebsgebäude mit einer einheitlichen Architektur erstellen und an interessierte Handwerksbetriebe verkaufen.

Bereits unmittelbar nach Beginn des Bauvorhabens stockte es. Potenzielle Nutzer klagten über zu hohe Preise, über fehlende Flexibilität bei der Gestaltung der Gebäude und vor allem über die fehlende Möglichkeit, durch Eigenleistung die Kosten zu senken.

Klaus Kötterheinrich räumte ein, dass ein „jahrelanger Stillstand“ bei den Bauarbeiten am Martin-Luther-King-Weg geherrscht habe. Zusammen mit einem Generalunternehmer habe die WBI dann einen neuen Anlauf genommen. „Der Aufsichtsrat hat das mitgetragen.“

Auch der Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers macht keinen Hehl daraus, dass es sich bei den Handwerkerhöfen um ein „veraltetes Konzept“ zur Schaffung von Gewerbeflächen handele. „Es hat sich am Markt nicht durchsetzen können“. Zehn erstellte Betriebsgebäude in 15 Jahren sprächen jedenfalls nicht für einen Boom.

Vorbild sei seinerzeit das Handwerkerzentrum an der Rudolf-Diesel-Straße gewesen. Dort sei es erfolgreich gelungen, Handwerksbetrieben „mit einem geringen Flächenbedarf ein Angebot zu machen“. Diesen Ansatz habe man wegen der geringen Nachfrage nicht auf die Loddenheide übertragen können. Dort seien ohnehin größere Flächen gefragt.

Die Loddenheide insgesamt steht mit 82 Prozent verkauften Flächen laut Robbers sehr gut da „und entwickelt sich zu einer wichtigen Adresse“. Gleichwohl müsse man auch hier selbstkritisch eingestehen, dass das anfangs ausgegeben Ziel, das komplette Areal am Albersloher Weg innerhalb von zehn Jahren zu vermarkten, nicht eingehalten werden konnte.

(Klaus Baumeister)


 


 

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