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  • 07.08.2013, 09:09 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Hansa-Business-Park

Café der Holzofenbäckerei Pohlmeyer eröffnet am Donnerstag

Die neue Backstube im Hansa- Business-Park in Amelsbüren hat ihren Test bestanden. Am Donnerstag öffnet an der Kopenhagener Straße 1 auch das neue Backstubencafé mit 50 Sitzplätzen, das durch einen Drive-in-Schalter vervollständigt wird.

Teigmaschinen, Kneter, Brötchenpresse und Hörnchenwickelmaschinen: Die Holzofenbäckerei Pohlmeyer ist umgezogen. Dieser Kraftakt ist überstanden. Für den Drive-In-Schalter muss, so der Wunsch von Bernd und Stefan Pohlmeyer, die Kopenhagener Straße, die in das neue Gewerbegebiet führt, für den Verkehr freigegeben werden. Vater und Sohn hoffen, dass dieser Durchbruch bald gelingt.

Bäckermeister Stefan Pohlmeyer hat zurzeit aber auch ohne den Schalter einen 24-Stunden-Job. Überall ist der 41-Jährige gefragt. Ob beim Einbacken eines Ofens oder für letzte Detailplanungen. Handwerker schwirren noch durchs Gebäude. Architekt Reinhold Feldmann lobt seine Auftraggeber als „geduldige Bauherren“. Auch er ist bis spät abends im Betrieb.

Das elfköpfige Bäcker- und Konditoren-Team produziert bereits in den neuen Räumen, freut sich über mehr Platz. Die alte Backstube an der Ludgeristraße war einfach zu klein geworden. Die Mitarbeiter arbeiteten über vier Etagen und auch die Anlieferung der Rohstoffe war ein Problem.

Viel Technik ist jetzt im Spiel. Wählt ein Bäckermeister sein Brotrezept aus, dann steuert eine neue Silotechnik automatisch die Mehlmenge bei, fordert Salz und Backmittel. „Dass diese Zutaten fehlen kann kaum noch passieren“, sagt Bernd Pohlmeyer.

Die Gäste im Café sehen demnächst direkt in die Backstube und verfolgen das Handwerk live. Nur nachts trennt eine Staubschutzjalousie die Backstube ab. Der Blick von einer Galerie in die offene Halle ist das i-Tüpfelchen.

Weg vom coolen Mainstream der heutigen Einrichtungen hin zur Verbindung eines modernen Betriebes mit gemütlichen Ambiente – das ist in der neuen Holzofenbäckerei Pohlmeyer gelungen. Lärchenholz gibt den Ton an. Die Lackaffen steuerten farbliche Komponenten bei.

Traditionelles Handwerk statt Industriebäckerei

„Wir sind keine Industriebäckerei“, unterstreicht Bernd Pohlmeyer und legt Wert auf das traditionelle Handwerk. „Nach 79-jähriger Backtradition an der Ludgeristraße bedeutet dieser Umzug für uns eine völlige Umstellung“, sagt der 75-Jährige. Am vergangenen Wochenende schaffte das Team den Umzugskraftakt. Zwei Lkw rollten jeweils fünf Mal zwischen der alten und der neuen Backstube hin und her.

Die vier neuen Backöfen waren zu dem Zeitpunkt schon in Betrieb genommen, darunter ein Holzofen, der mit Pellets geheizt wird. Bis auf 330 Grad wird dieser Ofen aufgeheizt. In der Ausglühphase schieben die Bäcker die Flammkuchen für vier Minuten hinein, dann folgt das Holzofenbrot.

Wärmerückgewinnung, Pellets und Gas statt Heizöl

Rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche hat der neue Betrieb. Kilometerweise Kabel wurden verlegt, nur die Telefonanlage steht seit Wochen still, bedauert der 75-jährige Seniorchef. „Herzstück am neuen Betriebsstandort aber ist eine Wärmerückgewinnung.“ Bisher verbrauchten Pohlmeyers jährlich rund 20.000 Liter Heizöl, jetzt heizen sie mit Pellets und Gas und nutzen die Wärme aus den Kühlmaschinen und Öfen.

Ein Verkaufswagen, der seit September im Gewerbegebiet auf den neuen Betrieb schmackhaft machen sollte, ist verschwunden. Natascha Tischendorf und Alexandra Emmel arbeiten sich im Café ein. Verkaufsleiterin Martina Morthorst ist zuversichtlich: „Wir sind vorbereitet.“

(Redaktion)


 


 

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