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  • 25.07.2013, 09:21 Uhr
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  • Münster
Hansekuranz Kontor expandiert

An der Hafenspitze entsteht ein neues Büroloft

Die geplante Bebauung des alten Osmo-Areals lässt weiter auf sich warten, doch an der Spitze des Hafenbeckens – dort, wo der Hafen in den Dortmund-Ems-Kanal übergeht – tut sich was.

Das münsterische Unternehmen Hansekuranz Kontor expandiert und bezieht demnächst ein 650 Quadratmeter großes Büroloft mit Blick aufs Wasser.

Errichtet wird das Gebäude vom Investor Josef Kuhr, dessen Mieter der Hansekuranz-Chef Peter Bensmann auch jetzt bereits ist. Zum Hintergrund: Mit dem Kuhrschen Speicher begann in den 1990er Jahren am Hafenbecken der Strukturwandel, der dann unter dem Stichwort „Kreativkai“ bekannt wurde.

„Der bestehende Platz reicht einfach nicht mehr“, nennt Bensmann den Grund, warum sein Unternehmen aus dem Speicher in einen benachbarten Neubau zieht. Unter dem neuen Loft entsteht ein Parkhaus mit 70 Plätzen. Seit der Sperrung der leer stehenden Osmo-Hallen hat sich die Parkplatznot in dem Quartier verschärft.

Das Unternehmen Hansekuranz Kontor hat sich spezialisiert auf die Versicherung von Spezialrisiken. Die Rede ist von Reedereien und der Gefahr, auf den Weltmeeren Opfer eines Piratenangriffs zu werden. Das 2009 gegründete Unternehmen hat heute 14 Mitarbeiter. Bensmann: „Wir sind Marktführer mit einer gegen Piraterie versicherten Flotte von 2000 Schiffen und einer Marktabdeckung von 75 Prozent der deutschen Reeder in diesem Versicherungssegment.“

Auch wenn die meisten Kunden in Hamburg und Bremen sitzen, hat der Versicherungsexperte seine Heimatstadt als Firmensitz vorgezogen. Von Münster aus werden rund 140 Krisenmanager in aller Welt geleitet. Sie übernehmen die Verhandlungsführung bei einem Piratenangriff. Die Hansekuranz vermittelt auch Schulungen zur Prävention und hilft mit einem Psychologen-Netzwerk bei der Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse im Falle eines Angriffs. Aktuell sind laut Bensmann die Küsten vor Somalia und Nigeria besonders gefährlich.

Gemessen an solch globalen Problemen sind die Probleme am münsterischen Hafen eher harmlos. Trotzdem hat Geschäftsmann Bensmann einen Wunsch: „Ich würde mich freuen, wenn der gesperrte Weg entlang des Hafenbeckens mal wieder frei gegeben wird.“ Dafür müsste sich aber auch neben dem Kuhrschen Speicher mal was tun.

(Klaus Baumeister)


 


 

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