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  • 04.05.2015, 09:33 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Hansemahl in Münster

Gute Umsätze trotz Regens am verkaufsoffenen Hansesonntag

Bis der Regen gegen 16 Uhr einsetzte, war alles gut: „Die Umsätze waren erst sehr positiv, die Außengastronomie hatte alle Stühle besetzt, viele Händler waren mit den Geschäften zunächst sehr zufrieden“, so Karin Eksen, Geschäftsführern des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland, in ihrer Bilanz zum verkaufsoffenen Hansesonntag in der City.

„Das Hansemahl lockt Menschen auch aus dem weiteren Umfeld an, profitiert haben davon in erster Linie die Läden rund um den Prinzipalmarkt“, so Eksen. Gefragt waren Kleidung, Schuhe und Düfte. Erste Muttertagsgeschenke wurden gekauft. Als es dann regnete, sind viele vorzeitig heimgefahren. Deshalb blieb der ganz große Sonntagsumsatz aus. „Gut bis mittelmäßig“ schätzt Eksen die Ertragslage ein. Positiv sei, dass viele Familien Münster als Sonntagsziel angesteuert hätten.

Später Regen stört Hansemahl nur wenig

In Münster wird Pünktlichkeit belohnt: Wer am Sonntag bis 12 Uhr auf der Holzbank an der 100 Meter langen Hansetafel sitzt, wird fix bedient und braucht auch nicht auf die kalten Rathaus-Treppenstufen auszuweichen, um sein Mettschnittchen mit Zwiebeln für einen Euro zu genießen.

„Alles rappelvoll, und Sitzgelegenheiten gibt es nur für Frühaufsteher. Eigentlich wie jedes Jahr“, meinte Gisbert Schönwald aus Riesenberg. Der 56-Jährige ist so etwas wie ein Hansemahl-Stammgast. Obwohl es offiziell erst um 13 Uhr losgeht, ist fast ein Drittel der 7.500 belegten Brote schon vor den Worten von Oberbürgermeister Lewe verkauft.

Weil Regen angesagt ist, sind Pavillons auf dem Kopfsteinpflaster des Freiluft-Speisesaals aufgestellt. „Wir mussten auf Nummer sicher gehen, alle Wetterradars haben Schauer prognostiziert“, so Bernadette Spinnen vom Veranstalter Münster-Marketing.

Zumindest bis 14 Uhr scheint die Sonne, die Pagodenzelte leisten als Schattenspender gute Dienste. Lewe hat inzwischen Bekannte aus dem Erzgebirge getroffen. Die Gäste nimmt das Stadtoberhaupt mit an die Musikbühne, ein Dank von ihm geht an die engagierte Prinzipalmarkt-Kaufmannschaft und die Initiative „Starke Innenstadt“. Lewe: „Wir rollen den roten Teppich aus für die vielen Freunde Münsters und bieten ihnen ein außergewöhnlich schönes Ambiente.“

Riesenandrang auch wegen des verkaufsoffenen Sonntags

Inzwischen sind die Parkhäuser voll, der verkaufsoffene Sonntag hat begonnen. Im Stadtmuseum ist das „Hansekabinett“ geöffnet, Stadtführer erklären die Bedeutung der 50 Hansesteine auf der Salzstraße. „Wir kommen eigentlich zum Shoppen und das ist am Hansesonntag noch einen Tick reizvoller“, sagt Josef Beckmann aus Hausdülmen. Mit seiner Familie ist er im Zug angereist. „Einfach stressfreier und ich kann mir auch drei Altbierbowlen mit frischen Erdbeeren gönnen, weil ich nicht fahren muss“, so der 38-Jährige.

Die Wolken werden am Nachmittag dunkler, es setzt Dauerregen ein. Richtig stören können die späten Niederschläge aber kaum. Fast alle Schnittchen-Tabletts sind leer, jetzt geht es ab in die Geschäfte.

(Helmut P. Etzkorn, WN)


 


 

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