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  • 09.07.2013, 14:12 Uhr
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  • Münster
Haupt Pharma in Münster

In sechs Jahren 30 Millionen Euro investiert

In den letzten sechs Jahren hat Haupt Pharma insgesamt 30 Millionen Euro in seinen Standort Münster investiert. Der Spezialist für orale Sexual- und Schilddrüsenhormone transferiert inzwischen ein Riesenpaket von einer Produktionsstätte in Irland nach Münster. Auftraggeber ist der Pharma-Riese Pfizer.

Haupt Pharma in Münster wächst. Das Unternehmen für pharmazeutische Auftragsentwicklung und -herstellung avanciert nach eigenen Angaben nach dem Bayer-Konzern im Jahr 2015 zum zweitgrößten Hersteller von Antibabypillen in Europa. Schritt für Schritt bringt Haupt einen Großauftrag des Pharma-Riesen Pfizer ins Rollen. Die Investitionen im Hause Haupt sind dafür abgeschlossen, das Personal ist eingestellt. Am Montag lief eine neue Konfektionierungslinie an. „Weltweit eine der modernsten Produktionsstätten“, sagt Geschäftsführer Dr. Hubert Bensmann. Das habe auch der Wettbewerber Bayer bestätigt, sagt er.

Bis zu 250 Faltschachteln pro Minute „spuckt“ die neue Technik aus. 400 Blister pro Minute sind die Maximalleistung. Bis zum Jahr 2015, sagt der Geschäftsführer von Haupt Pharma in Münster, wird die Produktion aufgestockt.

Rund 30 Millionen Euro hat das Unternehmen Haupt Pharma in den vergangenen sechs Jahren in Münster investiert, davon alleine 15 Millionen in 2012, um eine Kapazitätserweiterung von zwei Milliarden auf drei Milliarden Tabletten in diesem Jahr zu erreichen. Zur Erweiterung gehören unter anderem zwei Tablettenpressen und zwei Konfektionierungslinien. Lagerräume wurden dafür aufgegeben und umgebaut, 80 Mitarbeiter neu eingestellt. Haupt in Münster beschäftigt inzwischen 263 Mitarbeiter.

Die Umsatzentwicklung, in der Haupt-Gruppe „liest sich ganz gut“, sagt Bensmann. Mit dem Transfer der Produktion von Antibabypillen von Irland zurück nach Münster verspricht sich das Unternehmen vor allem in den kommenden Jahren noch erhebliche Steigerungen. Der Produktionstransfer von Pfizer umfasse 1,6 Milliarden Tabletten.

Bis 1999 ließ Pfizer-Vorgänger Wyeth in Münster produzieren, dann wurde die Herstellung von Antibabypillen nach Irland verlagert. „Jetzt transferieren wir ein Riesenpaket zurück“, erklärt Bensmann. Auch das hat seinen Grund, sagt er, denn Haupt könne günstiger fertigen als die Irländer. Bensmann spricht von einer Verdoppelung des Produktionsvolumens innerhalb von drei Jahren. Und Haupt möchte sich künftig noch internationaler aufstellen und hat sich mit Zertifizierungen für Auftraggeber aus Amerika und Brasilien bereits darauf eingestellt.

(Redaktion)


 


 

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