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  • 28.11.2013, 09:02 Uhr
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  • Münster
Hauptbahnhof Münster

Einigung mit Deutsche Bahn lässt Baubeginn 2014 in greifbare Nähe rücken

Für den neuen Hauptbahnhof rückt ein Baubeginn im Jahr 2014 in greifbare Nähe. Dies ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und Deutscher Bahn. "Wir sind mit dem Projekt ein entscheidendes Stück weiter", so Oberbürgermeister Markus Lewe.

"Es liegt ein unterschriftsreifer Städtebaulicher Vertrag für den Um- und Neubau des Bahnhofs mit den Gebäudeteilen auf der West- und der Ostseite vor. Die Westseite soll von 2014 bis 2016 errichtet werden, die Ostseite könnte somit ab 2016 realisiert werden." Den Projektfortschritt hat die Verwaltung in einer ausführlichen Beschlussvorlage erläutert, über die der Rat voraussichtlich am 11. Dezember abschließend entscheidet.

Mit der Vorlage zum Abschluss eines Städtebaulichen Vertrags greift die Verwaltung den Auftrag des Rates vom September 2013 auf, in Verhandlungen mit der Bahn eine gemeinsame Lösung für die Ost- und Westseite des Bahnhofs und sein Umfeld sowie einen Baubeginn möglichst noch im Jahr 2014 zu erreichen. Zugleich hatte der Rat vorgegeben, das Vorhaben auf der Ostseite solle ohne Beteiligung der Stadt oder ihrer Tochtergesellschaften von einem privaten Investor realisiert werden. Auch dieser Punkt ist erfüllt. Stadtverwaltung und Bahn schlagen einen Investorenwettbewerb zur weiteren Entwicklung der Ostseite vor. Nach Angaben von Stadtdirektor Hartwig Schultheiß soll dieser im Jahr 2014 ausgelobt werden mit dem Ziel, die Ostseite des Bahnhofs, die sich zu jeweils etwa der Hälfte im Eigentum von Stadt und DB befindet, möglichst zeitnah neu zu ordnen und dem Bahnhof auch auf dieser Seite ein neues Gesicht zu geben.

Klare Rahmenbedingungen für die Ostseite

Der vorgeschlagene Vertrag legt deshalb klare Rahmenbedingungen für das Investorenverfahren für die Ostseite fest: Schaffung einer ansprechenden Eingangssituation für die Verkehrsstation DB, mindestens viergeschossige Bebauung; überdachter Anlieferhof, der in das künftige Gebäude integriert ist; Stellplätze für Fernreisebusse und Schienenersatzverkehr; Vorfahrten für Kiss and Ride und für Taxen; Kurzzeitparkplätze sowie eine Radstation mit mindestens 2000 Stellplätzen. "In dem Verfahren soll auch geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Stellplätze in der Radstation weiter erhöht werden können", so der Stadtdirektor.

Falls mit dem Investorenverfahren zu den im Städtebaulichen Vertrag festgelegten Konditionen wider Erwarten kein Investor gefunden werden sollte, verpflichten sich Bahn und Stadt zu einer "gemeinsamen kooperativen Lösungsfindung".

Für das Empfangsgebäude auf der Westseite wird die Deutsche Bahn in den nächsten Tagen beim Eisenbahnbundesamt einen Antrag auf Plangenehmigung stellen. Sollte die Plangenehmigung durch das Eisenbahnbundesamt - sie entspricht in etwa einer Baugenehmigung - bis zum Frühjahr 2014 vorliegen, kann die Bahn mit dem "Rückbau" des Gebäudes in der zweiten Jahreshälfte 2014 beginnen. Die Bahn strebt ebenfalls an, noch im Dezember 2013 einen Gremienbeschluss zum Städtebaulichen Vertrag herbeizuführen.

(Stadt Münster)


 


 

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