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  • 15.11.2013, 10:27 Uhr
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  • Münster
Hiltruper Bahnhof

Verwirrung um gesperrten Parkplatz

Am Hiltruper Bahnhof war es schon immer schwierig, einen Parkplatz für sein Auto finden. Jetzt hat sich alles nochmals verschärft. „Ich habe wie viele andere bei BASF geparkt“, klagt ein Autofahrer und seufzt: „Ich hoffe, die drei Wochen sind bald rum.“ Einem Baustellenschild des Tiefbauamtes hat er entnehmen können, dass hier für drei Wochen gebaut werden soll.

Doch was bis gestern auf dem Schild stand, ist schlichtweg falsch. April, April! Mitten im November! Es wurde ein falsches Schild aufgehängt. „Wir wollen derzeit gar nichts am Hiltruper Bahnhof bauen“, hält der Baustellenkoordinator im Tiefbauamt, Ludger Niehoff, auf Anfrage fest.

„Wir werden den Platz für vier bis sechs Monate sperren, weil wir ihn als Lagerfläche benötigen“, erklärt Niehoff und verspricht, schleunigst das irritierenden Baustellenschild zu entfernen.

Stellfläche für Baumaschinen

Die Sperrung erfolge im Interesse einer Baufirma. Diese Firma wird in den kommenden Monaten insgesamt 60 verschiedene schadhafte Stellen auf Straßen, Rad- und Gehwegen in Hiltrup ausbessern. Dazu war sie auf der Suche nach einem möglichst zentralen Platz im Stadtteil.

Doch weder an den städtischen Schulen oder im Umfeld des Dortmund-Ems-Kanals fanden sich nach Auskunft Niehoffs geeignet Stellen. So geriet die unbefestigte Fläche in den Blick, die sich am Bahnhof zwischen den asphaltierten – aber zahlenmäßig viel zu geringen – Stellflächen für Pkw direkt am Bahnhofsgebäude sowie der Skateranlage befindet

Zu diesem Geschäft gehört auch, dass die Baufirma anschließend die Fläche so herrichten wird, so dass sie künftig nicht mehr wahlweise wie eine Seenplatte oder eine Staubwüste aussieht.

Auf den Beginn städtischer Baumaßnahmen im Bahnhofsumfeld muss mit Geduld gewartet werden. Zunächst muss klar sein, wie genau die Firma Stroetmann ihren Lebensmittelmarkt am Bahnhof bauen wird. So lange wird von Seiten der Stadt nichts passieren, erklärt Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt. Spätestens bis Mai 2014 sollen die endgültigen Stroetmann-Pläne auf dem Tisch liegen, damit die Politik die notwendige Bebauungsplanänderung beschließen kann.

Neues Parkdeck und mehr Fahrradständer

Von dem Bahnhofsgebäude hatte sich die Stadt Münster vor annähernd drei Jahren getrennt und an Ludger Holtz verkauft. Doch rund um das Empfangsgebäude hat die Stadt einige Hausaufgaben zu erledigen, wenn das gesamte Areal städtebaulich aufgewertet werden soll. So soll beispielsweise die Zahl der Fahrradständer verdoppelt werden. Ein Teil von ihnen soll auf der Ostseite entstehen. Auch die Wegeführung am Bahnhof muss verändert werden. Als zentrale Maßnahme sieht Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ein neues Parkdeck mit zwei Ebenen und 96 neuen Stellplätzen an: „Dabei muss die Statik von vornherein so ausgelegt sein, dass auch eine dritte Ebene errichtet werden kann“, fordert der Bezirksbürgermeister.

(Michael Grottendieck)


 


 

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