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  • 19.12.2013, 10:04 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Warendorf
Hundezählung

Der Verwaltungsaufwand hat sich gelohnt

Bereits die Ankündigung verfehlte ihre Wirkung nicht: „Der Aufwand für die Hundezählung, mit 13.000 Euro im Haushalt verankert, hat sich weit mehr als gerechnet“, erklärte Heinz Hanewinkel aus der Kämmerei der Stadt Warendorf.

In den vergangenen Wochen haben 16.000 Haushalte in Warendorf Besuch von Mitarbeitern einer Hundezählungsfirma bekommen. Im Auftrag der Stadtverwaltung waren die Hundezähler unterwegs, um „schwarze Schafe“ unter den steuerpflichtigen Hundebesitzern zu finden.

Und bereits die Ankündigung verfehlte ihre Wirkung nicht: „Der Aufwand für die Hundezählung, mit 13.000 Euro im Haushalt verankert, hat sich weit mehr als gerechnet“, sagt Heinz Hanewinkel aus der Kämmerei auf Anfrage. Er rechnet mit zusätzlichen Steuereinnahmen in Höhe von 30.000 Euro aus diesen Anmeldungen. Das genaue Ergebnis liegt allerdings erst Anfang Januar vor.

Doch bereits jetzt kann Hanewinkel sagen, dass offenbar viele Tierfreunde, die ihren Hund noch nicht angemeldet hatten, nur eine Aufforderung gebraucht hätten.

Nach Informationen der Westfälischen Nachrichten sollen 357 Warendorfer mehr als im Vorjahr ihren Hund freiwillig angemeldet haben. Macht – die Hundesteuer für den ersten Hund in einer Höhe von 84 Euro zu Grunde gelegt – schon jetzt 30.000 Euro aus, die zusätzlich ins Steuersäckel der Stadt fließen.

Zurzeit sind 2.400 Hunde in Warendorf gemeldet. Die Hundesteuer ist mit 185.000 Euro veranschlagt, für 2014 geht die Stadt von 215.000 Euro aus.

„Wir werden mit der Hundesteuer nicht den Haushalt sanieren können“, ist dem Kämmerer klar. Die Hundesteuer, so Hanewinkel, habe in erster Linie den Erhalt der Steuergerechtigkeit zum Ziel.

Von den Hundezählern seien keine besonderen Probleme bei der Arbeit an den Haustüren bekannt geworden. Insgesamt seien die Hundezähler, die sich per Ausweis und Dienstsiegel ausweisen konnten, an den Türen freundlich empfangen worden. Allerdings, so Hanewinkel, hätte es Nachfragen in der Kämmerei gegeben, ob die Hundezähler tatsächlich im Auftrag der Stadt unterwegs seien.

Die letzte Hundezählung war im Jahre 2002. Mit dem Ergebnis: 700 neu angemeldet Hunde. Die Rechnung der Stadt wird auch diesmal wieder aufgehen.

(Redaktion)


 


 

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