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  • 13.06.2014, 10:01 Uhr
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  • Münster / Münsterland
IHK-Azubi-Speed-Dating

Neuer Besucher-Rekord beim Azubi-Speed-Dating

Mit 3000 Schülern stellt das vierte Azubi-Speed-Dating der IHK Nord Westfalen einen neuen Rekord auf. 136 Firmen waren vertreten und boten insgesamt fast 2100 Lehrstellen an.

Kurze Hosen und T-Shirts? Für Jonas Jäger und Darius Laubrock ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn sie sich bei potenziellen Arbeitgebern vorstellen, dann muss das Outfit passen, sagen die Schüler der Wirtschaftsschulen in Steinfurt. Sie nutzen am Donnerstag das Azubi -Speed-Dating der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in der Halle Münsterland, um sich nach einem Ausbildungsplatz umzusehen.

Insgesamt 3000 Schüler reisten an, um sich im Zehn-Minuten-Takt den Betrieben zu präsentieren. Nicht selten schaffen sie damit den Sprung aus einem dicken Bewerberstapel, sagt IHK-Bildungsexperte Carsten Taudt. 136 Unternehmen waren bei der nach IHK-Angaben größten Veranstaltung bundesweit vertreten. Insgesamt boten ihnen die Arbeitgeber rund 2100 Ausbildungsstellen an.

Da fällt die Wahl schwer. Doch Jonas Jäger weiß, in welche Richtung es beruflich für ihn gehen soll. Der 19-Jährige orientiert sich in Richtung Informatikkaufmann, der 17-jährige Darius Laubrock möchte in den Banken- oder in den Versicherungsbereich. Ihre ersten Gespräche an diesem Tag seien schon gut gelaufen, das lässt beide Bewerber hoffen.

Wer klug ist, sagt Carsten Taudt, der sieht sich an einem solchen Tag auch bei kleineren Unternehmen um. Richard Stigulinszky vom NRW-Schulministerium ist überzeugt, dass Bewerber beim Speed-Dating viel schneller ihre Hemmschwellen überwinden. „Viele wissen nicht, wozu sie ihre Ausbildung nutzen können“, bedauert Gabriele Cronrath vom Landgasthof Pleister Mühle.

Erfolg der Speed-Dating-Veranstaltung spricht sich herum

Bei den Unternehmen spricht sich der Erfolg einer solchen Speed-Dating-Veranstaltung herum. Es mussten sogar Absagen erteilt werden, sagt IHK-Projektleiter Stefan Brüggemann.

Die meisten jungen Bewerber sind motiviert. Wie Jennifer Selle. Die 20-Jährige strebt eine kaufmännische Ausbildung an. Freundin Ricarda Hillmer liebäugelt mit dem Industriekaufmann. Christoph Högemann würde gerne sofort als Groß- und Außenhandelskaufmann starten. Der 22-Jährige wechselt vom Studium in die Ausbildung.

Wiebke Schäfer sitzt nebenan am Tisch – auf der anderen Seite. Sie stellte sich vor drei Jahren beim Speed-Dating selbst bei Beresa vor. Damals sei sie aufgeregt gewesen. Heute ist die Auszubildende mit Jana Strieker vor Ort, um sich Bewerber anzuhören. Einige könnten in die engere Wahl kommen, sagt Strieker. Nihar Tasci ist überrascht, dass er für den Beruf des Industriekaufmannes infrage kommen könnte. Sein Plan als Polizist lässt sich nicht erfüllen, jetzt sattelt der 20-Jährige um. Nicht zuletzt durch einen Check beim Speed-Dating, der Informationen über Bewerber abfragt und mit Angeboten von Firmen vergleicht. Auch Michael Karich setzt auf das persönliche Gespräch. Dann könne er seine krankheitsbedingten Fehlzeiten in der Schule endlich erklären, sagt der junge Mann.

(WN)


 


 

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