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  • 06.11.2012, 14:39 Uhr
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  • Münster
IHK-Forum

Europässe für drei Nachwuchskräfte

Mit Stefan Althoff, Fabian Schmiemann und Katharina Jürgens nahmen gleich drei Nachwuchskräfte aus Münster aus den Händen von Dr. Markus Pieper, Mitglied des Europäischen Parlaments, das Zertifikat „Europass Mobilität“ entgegen.

Die drei Auszubildenden hatten mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen ein Auslandspraktikum in Irland bzw. auf Malta absolviert. Jürgens und Schmiemann arbeiten bei der BASF Coatings GmbH, Althoff bei der Erdgas Münster GmbH.

Auf dem IHK-Forum „Internationalisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung“ berichteten Auszubildende und junge Nachwuchskräfte über ihre Erfahrungen mit Lern- und Arbeitsaufenthalten im Ausland. „Unternehmen, die ihren Nachwuchskräften ein Auslandspraktikum ermöglichen, profitieren selbst davon“, warb IHK-Geschäftsführer Norbert Steinig in der Begrüßung. Denn wer mit ausländischen Partnern erfolgreich zusammenarbeiten wolle, brauche Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz, so der Leiter der IHK-Weiterbildung. Das bestätigte auch Dr. Ursula Paschke, Geschäftsführerin der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH, die aus betrieblicher Sicht über Chancen und Vorteile von Lern- und Arbeitsaufenthalten im Ausland berichtete. Bereits zuvor hatte Laura Hartmann, Auszubildende der Halle Münsterland, über ihr Auslandspraktikum berichtet.

Europaabgeordneter überreicht die Zertifikate

Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper sprach in der IHK Nord Westfalen von einem Nachholbedarf bei der Internationalisierung der Aus- und Weiterbildung. „Erst zwei Prozent der Auszubildenden in der EU gehen während der Lehrzeit auch ins Ausland“, stellte er fest. Um den Anteil zu erhöhen, müsse die Bedeutung der beruflichen Bildung in den EU-Beschäftigungsprogrammen gestärkt werden. „Daran arbeiten wir“, versprach EU-Parlamentarier Pieper in Münster.

Die EU fördere den grenzüberschreitenden Austausch in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung und arbeite an einem Baukastensystem zur Förderung und Anerkennung, so Pieper weiter. Das Zertifikat Europass Mobilität, das auf dem IHK-Forum Auslandspraktikanten überreicht werde, sei ein Mosaikstein davon.

Er beglückwünschte die jungen Fachkräfte zu dem Mut, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen, um neue berufliche Erfahrungen zu sammeln. Ein Auslandsaufenthalt sei eine „Investition in das eigene Selbstvertrauen“ und erhöhe die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Pieper: „Der Europass macht sich gut im Lebenslauf.“

André Böing, Mobilitätsberater der Gesellschaft für Bildung und Technik mbH der IHK Nord Westfalen, informierte die Unternehmensvertreter, Auszubildenden, Fachkräfte und Berufsschullehrer über Förderprogramme und zeigte auf, wie betriebliche Auslandsaufenthalte realisiert werden können. „Wir unterstützen Unternehmen und Nachwuchskräfte bei der Suche nach Praktikumsplätzen, bei der Beantragung von Fördermitteln und der Abwicklung der Formalitäten“, erklärte Böing.

Die Arbeit der IHK-Mobilitätsberatung ist eingebunden in das bundesweite Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert wird.

(Redaktion)


 


 

Norbert Steinig
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