Weitere Artikel
  • 23.12.2013, 09:15 Uhr
  • |
  • Münsterland / Emscher-Lippe-Region
IHK

Stimmungsaufhellung in münsterländischen Betrieben

Die gute Konsumstimmung und neue Impulse aus dem internationalen Geschäft stimmen die regionale Wirtschaft für 2014 zuversichtlich.

„Die Stimmung bei den Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ist derzeit insgesamt gut, wird aber 2014 aller Voraussicht nach noch besser“, prognostiziert Dr. Benedikt Hüffer, der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen am Freitag in Münster. Mit dem ablaufenden Jahr ist die IHK-Führung „konjunkturell gesehen einigermaßen zufrieden“. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft endete 2013 „insgesamt versöhnlicher, als es der schwache Start erahnen ließ“, resümieren Hüffer und Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing.

Dennoch wird der Umsatz der nordwestfälischen Industrie in diesem Jahr nach Einschätzung der IHK-Spitze um vier Prozent auf 42 Milliarden Euro sinken. Über 16 Milliarden Euro wurden im Ausland erlöst. Optimistisch für das Exportgeschäft der Industrie im kommenden Jahr ist Schulte-Uebbing „nicht zuletzt, weil es China wieder besser geht und die meisten Länder der Eurozone die Talsohle erreicht oder durchschritten haben“. Zudem seien die USA offenbar für viele Unternehmen wieder ein lohnender Markt geworden, so der Hauptgeschäftsführer.

Die starke Nachfrage nach Produkten aus der Industrie und die gute Kauflaune der Verbraucher werde auch den Handel und den Dienstleistungsbereich beleben, prognostizierte Schulte-Uebbing. Doch der Nachfrageboom hat auch seine Nachteile: Der Aufschwung erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. „Das schwindende Angebot an Fachkräften droht zur Wachstumsbremse zu werden“, fürchtet IHK-Präsident Hüffer. Schon jetzt fehlen nach Berechnungen der Kammer im Münsterland rund 30.000 qualifizierte Mitarbeiter. „Bis 2030 wird sich diese Zahl fast verdoppeln“, machte IHK-Hauptgeschäftsführer Schulte-Uebbing klar.

Dabei werde sich der Anteil der fehlenden akademisch qualifizierten Mitarbeiter auf unter drei Prozent verringern. „Gesucht werden dann ganz überwiegend beruflich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Aus dieser Misere gibt es laut IHK vor allem einen Ausweg: Die Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region müssten alles daransetzen, ihr seit Jahren hohes Ausbildungsengagement fortzusetzen, appellierte IHK-Präsident Hüffer.

(WN)


 


 

Dr. Benedikt Hüffer
Karl-Friedrich Schulte-Uebbing
Industrie- und Handelskammer
Münster
Industrie
Geschäft
Emscher-Lippe-Region
Nachfrage
Hauptgeschäftsführer

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Dr. Benedikt Hüffer" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: