Weitere Artikel
  • 14.04.2014, 09:44 Uhr
  • |
  • Münster
IHK-Weiterbildungszentrum

Architektenwechsel bei Neubau bringt Millionen-Einsparung

Die IHK baut ihr Weiterbildungszentrum am Sentmaringer Weg mit anderen Architekten. Nachdem einem Düsseldorfer Architekturbüro der Auftrag entzogen worden war, überzeugten Franz-Jörg Feja und Peter Kemper mit ihren Plänen, die das Budget von 14 Millionen Euro nicht überschreiten sollen.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen spart beim geplanten Bau ihres Weiterbildungszentrums am Sentmaringer Weg Millionen, nachdem sie wegen erheblicher Budgetüberschreitungen die Notbremse gezogen und nach einer zweiten Ausschreibung mit dem Büro Feja und Kemper aus Recklinghausen andere Architekten beauftragt hat. Erste Entwürfe für das dreigeschossige Gebäude liegen inzwischen vor. Das neue IHK-Weiterbildungszentrum, für das Anfang kommenden Jahres der erste Spatenstich sein wird, soll im Mai 2017 fertiggestellt sein, sagt Norbert Steinig, Leiter der Stabsabteilung Weiterbildung.

Kalkuliert wird mit einem Bau-Budget von „unter 14 Millionen Euro“. Das sind zwar rund zwei Millionen Euro mehr, als bei der ersten Ausschreibung vorgesehen war – damals sei laut Steinig mit zwölf Millionen Euro Baukosten und zwei Millionen Euro für das Grundstück gerechnet worden. Unterm Strich indes spart die IHK mit diesem zweiten Aufschlag Millionen. Denn dem damaligen Wettbewerbssieger, einem Düsseldorfer Architekturbüro, liefen die Baukosten davon. Bis zu 20 Millionen Euro sollte der Traum vom großzügigen Glaspalast am Ende kosten.

Die mittelständisch geprägte Vollversammlung der IHK wollte die Kostenexplosion nicht schlucken, entband die Architekten von ihrem Auftrag und schrieb das Millionenprojekt neu aus. Die zweijährige Zeitverzögerung nahmen die Unternehmer angesichts der Kostenersparnis gerne in Kauf.

Zweite Ausschreibung nach Auftragsentzug

Im Rahmen der zweiten Ausschreibung präsentierten fünf Architekturbüros ihre Überlegungen für den Bau des Fortbildungszentrums. Franz-Jörg Feja und Peter Kemper überzeugten nicht nur mit ihrem gradlinigen Entwurf, sondern auch damit, dass sie selbst federführend das Projekt begleiten werden, heißt es.

Seit Februar wird gemeinsam an den Entwürfen gearbeitet. „Wir hoffen, dass wir die Planungsphase zeitnah abschließen können“, sagt Steinig. Das neu geplante Gebäude wird zweckmäßiger als in den früheren Entwürfen sein. Die Fassade soll einen Beige-Ton bekommen, Sandstein oder Klinker sind im Gespräch. „Wir werden auch weiterhin mit Glas arbeiten, weil uns die Helligkeit in den Seminarräumen wichtig ist“, betont Steinig.

Die IHK bietet im Jahr gut 1.000 Weiterbildungskurse mit mehr als 20.000 Teilnehmern an. Die bislang überwiegend angemieteten Seminarräume sind im Stadtgebiet verteilt.

(Ralf Repöhler, WN)


 


 

Fortbildungszentrums
Ausschreibung
Seminarräume
Architekturbüro

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Fortbildungszentrums" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: