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  • 08.05.2015, 10:39 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Im Wachstum flexibel

engbers setzt auf eigene Expansionsstrategie

Die „goldenen Zeiten“ im textilen Einzelhandel scheinen längst vorbei zu sein. Das Männermodeunternehmen engbers trotzt diesem Trend mit einer ausgefeilten Expansionsstrategie.

Die Expansionsbilanz der letzten 15 Jahre bei engbers liest sich wie ein Best-Practice-Handbuch: Man nehme die Karte des deutsches Filialnetzes, markiere „weiße Flächen“, recherchiere die Expansionsmöglichkeiten, die Einkaufsfrequenzen, die jeweils örtliche Immobilienlandschaft und eröffne Jahr für Jahr rund 10 bis 15 neue Filialen an ausgewählten Wunsch-Standorten. Genauso ging das vom Stammsitz in Gronau aus agierende, erfolgreiche Männermodeunternehmen engbers bisher vor.

Umfasste das Filialnetz im Jahr 2005 noch 200 Filialen, sind es heute mehr als 300. Insbesondere in Süddeutschland, Österreich und in den neuen Bundesländern entstanden zahlreiche erfolgreiche neue Standorte. „Mittlerweile ist unser Filialnetz in Deutschland sozusagen flächendeckend“, so Christoph Heckmann, der bei engbers als Mitglied der Geschäftsleitung die Bereiche Expansion, Vertrieb und Controlling verantwortet.

Expansionsstrategie und kreative neue Konzepte

Mit Blick auf die neuen besonderen Herausforderungen im stationären textilen Einzelhandel und das geänderte Konsumentenverhalten hat engbers seine Expansionsstrategie mit Augenmaß und Weitblick angepasst. „Bauvorhaben bei Shopping-Centern stagnieren heute. Wir haben eine gewisse Marktsättigung erreicht. Gleichzeitig nimmt die Leerstandsproblematik in Klein- und Mittelstädten zu. Da müssen wir sorgfältig abwägen und kreative neue Konzepte entwickeln“, erklärt Heckmann weiter.

Emotionales Einkaufserlebnis in Flagship-Stores

Neue Expansionsmöglichkeiten sieht engbers für seine Flagship-Stores. Diese erweitern das engbers-Portfolio mit einer Fläche von rund 200 qm. Die Leitidee der Flagship-Stores ist es, ein neues emotionales Einkaufserlebnis zu vermitteln, für das die Modemarken engbers und emilio adani gemeinsam auftreten. Der Kunde erlebt mehr Auswahl, die Filiale zielgruppenübergreifend mehr Frequenz. Flagship-Stores an Standorten wie zum Beispiel Leipzig, Rostock, Regensburg und Bochum bestehen bereits. Die gesammelten positiven Erfahrungen motivieren zum Weitermachen.

Um die wirtschaftliche Solidität des Unternehmens durch das notwendige Wachstum zu erhalten, ist engbers nicht abgeneigt, weitere neue Wege zu gehen. So wird derzeit die Expansion über Partnerunternehmen getestet, um weitere Marktanteile in der deutschen Textilszene zu erobern. Auf sogenannten „Concession-Flächen“ wird bereits an 13 verschiedenen Standorten in Deutschland auf rund 35 qm Verkaufsfläche das engbers- oder emilio adani-Sortiment angeboten.

Online-Shop und selbst entwickeltes Ladenbaukonzept

Das Internetkaufverhalten wird mit dem eigenen Online-Shop bereits seit 2000 aufgefangen und bedient. Auch hier hat engbers die Zeichen der Zeit erkannt und arbeitet an einer stärkeren Verknüpfung von stationärem und Online-Handel.

Die Basis im stationären Modeverkauf bleibt weiterhin das eigene, selbst entwickelte Ladenbaukonzept, das die Outfit-Idee der engbers-Kollektion inszeniert. Ob Flagshipstore oder klassische engbers-Fiiale - das engbers-Verkaufsteam ist dabei verbindendes Element zwischen Mode und Kunde und legt mit hoher Motivation den Grundstein zum Erfolg, wie erst die jüngst in FOCUS Spezial veröffentlichte Umfrage belegt: 70.000 Arbeitnehmer haben engbers in einer repräsentativen Befragung zum besten mittelgroßen Arbeitgeber Deutschlands im Bereich Bekleidung gekürt.

(Engbers GmbH & Co. KG)


 


 

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