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  • 09.04.2014, 16:46 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Zeitarbeits-Image

Flexible Arbeitswelten

Zeitarbeit hat noch immer ein schlechtes Image. Dabei trägt sie dazu bei, dass die strukturelle Arbeitslosigkeit sinkt – ohne dabei die Stammbelegschaft zu verdrängen.

Zeitarbeit hilft der deutschen Wirtschaft. Denn sie schafft Jobs und hat zum Aufschwung beigetragen. Zeitarbeitnehmer haben Stammbelegschaften dabei keineswegs verdrängt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Flexible Arbeitswelten“ des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung . Demnach ist der Beschäftigungszuwachs in den vergangenen zehn Jahren unter anderem der Zeitarbeit zu verdanken. Denn sie sorge für Arbeitsplätze, senke die strukturelle Arbeitslosigkeit und verdränge dabei keine Stammbelegschaften in Unternehmen. Die Studie führt Zeitarbeit unter den sogenannten flexiblen Arbeitsverhältnissen – zusammen mit Teilzeitarbeit, befristeter Arbeit, Selbstständigkeit und Minijobs. 2003, so die Untersuchung, hätten rund 19 Prozent der Erwerbstätigen in einem solchen flexiblen Arbeitsverhältnis gestanden. Inzwischen seien es 24 Prozent. Dieser Zuwachs gehe aber keineswegs zu Lasten von anderen Arbeitsverhältnissen. „Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Erwerbsfähigen, die eine klassische unbefristete Vollzeitstelle bekleiden, von 39 auf 41 Prozent“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung. Die strukturelle Arbeitslosigkeit – der „Anteil der auf dem Arbeitsmarkt Inaktiven“, wie die Studie formuliert – sei unterdessen von 24 auf 19 Prozent zurückgegangen. „Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen einmal mehr den Wert der Zeitarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt“, sagt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP). 

Zeitarbeit verdrängt keine Stammbelegschaften

„Unsere Branche bringt hoch qualifizierte, aber auch gering und nicht qualifizierte Menschen in Lohn und Brot und bietet ihnen eine Perspektive. Außerdem ermöglicht sie jungen Leuten wichtige erste Berufserfahrung.“ Erfreulich sei auch, „dass die Studie fundiert mit einem gern behaupteten Vorurteil aufräumt“, so Hetz. „Zeitarbeit ufert nicht aus, und sie verdrängt auch keine Stammbelegschaften. Bei einem konstant niedrigen Anteil von Zeitarbeitnehmern an allen Erwerbstätigen – seit 2010 machen sie stabil rund zwei Prozent aus – ist dies auch rechnerisch gar nicht möglich.“ Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung kam 2009 zu dem Schluss, dass es sich bei Substitutionseffekten „eher um prominente Einzelfälle handelt“. Und das Rheinisch- Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung zog 2012 in einer Studie für die Bertelsmann Stiftung das Fazit, dass Zeitarbeit helfe, „die Stammbelegschaft zu sichern oder gar zu erhöhen“.

(Redaktion)


 


 

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