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  • 30.08.2013, 10:19 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Immobilienmarkt Münster

Deutlich weniger Grundstücke verkauft - weiter gestiegene Immobilienpreise

Bis Ende Juni 2013 registrierte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Münster lediglich 1.248 Kaufverträge für unbebaute und bebaute Grundstücke sowie für Eigentumswohnungen. "Das ist die niedrigste Halbjahresbilanz seit 2007", berichtet Michael Tegtmeier, Vorsitzender des Gutachterausschusses und Leiter des städtischen Vermessungs- und Katasteramtes.

"Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen auf den starken Rückgang bei den unbebauten Grundstücken zurückzuführen. Im ersten Halbjahr gab es nur 73 Kaufverträge, mit denen 135 Bauplätze veräußert wurden. Das ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 ein Rückgang der Kaufverträge um 44 Prozent."

Die Baulandpreise veränderten sich gegenüber dem Vorjahr nicht: 80 Prozent aller Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau kosteten zwischen 170 und 370 Euro pro Quadratmeter.

Freistehende Einfamilienhäuser teurer

Deutliche Preissteigerungen gab es dagegen bei den freistehenden Einfamilienhäusern, insbesondere bei den Neubauten. Freistehende Einfamilienhäuser kosteten zwischen 210.000 und 630.000 Euro. Die Zahl der Kaufverträge blieb bei den Neubauten mit acht konstant, bei den Weiterverkäufen sank sie von 94 auf 84.

Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften fiel die Preissteigerung deutlich geringer aus. 80 Prozent aller Reihenhäuser kosteten zwischen 160.000 und 300.000 Euro, Doppelhaushälften zwischen 200.000 und 420.000 Euro.

"Münster ist gerade bei Eigentumswohnungen ein teures Pflaster"

58 Prozent aller Kaufverträge wurden im ersten Halbjahr für Eigentumswohnungen abgeschlossen. Mit 724 Verträgen bis zur Jahresmitte registrierte der Gutachterausschuss den bisher zweithöchsten Wert. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 stieg die Zahl der Verträge um 19 Prozent. Die Kaufpreissumme lag zur Jahresmitte bei rund 114 Millionen Euro und war damit etwa so hoch wie im Vorjahr. "Münster ist gerade bei Eigentumswohnungen ein teures Pflaster", erläutert Michael Tegtmeier. "Immerhin wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 30 Wohnungen für über 4.000 Euro pro Quadratmeter verkauft."

Neue Wohnungen kosteten in der Regel zwischen 2.500 und 4.300 Euro pro Quadratmeter. Damit waren sie nochmals drei Prozent teurer als im Vorjahr. Die Preise bei Weiterverkäufen waren wie auch in den Vorjahren stark abhängig von der Lage im Stadtgebiet und der Entfernung zum Zentrum. Während in den äußeren Stadtteilen bei unverändertem Preisniveau bis zu 1.700 Euro pro Quadratmeter gängig waren, lag die obere Grenze im zentrumsnahen Bereich zwischen Promenade und Ring bei 3.000 Euro pro Quadratmeter. Hier stiegen die Preise um rund fünf Prozent.

Die Auswertung der aktuellen Kaufverträge hat der Gutachterausschuss in einem Faltblatt zusammengefasst, das sowohl im Kundenzentrum im Stadthaus 3 am Albersloher Weg 33 als auch in der Münster-Information im Stadthaus 1 an der Heinrich-Brüning-Straße 9 erhältlich ist. Ausführlichere Informationen enthält der umfangreiche Grundstücksmarktbericht, der das Marktgeschehen 2012 und die Entwicklungen in den vergangenen Jahren darstellt. Er ist für 52 Euro ebenfalls in den Stadthäusern 1 und 3 oder im Internet unter www.boris.nrw.de für 39 Euro erhältlich.

(Stadt Münster, Redaktion)


 


 

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