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  • 05.06.2014, 09:05 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Immobilienpreise

Preise für Immobilien steigen im Münsterland moderat

„Die Immobilienmärkte werden immer differenzierter.“ Uwe Körbi, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH Nordwest in Münster, tut sich schwer, wenn er nach einem klaren Preistrend auf dem Häusermarkt gefragt wird.

Im Münsterland hätten sich die Preise für die am meisten gefragten Reihenhäuser und Doppelhäuser aus zweiter Hand 2013 nur wenig verändert. „Münster macht da allerdings eine Ausnahme“, betonte Körbi am Mittwoch.

In der Westfalenmetropole kletterte der am häufigsten von der LBS registrierte Kaufpreis für diese Häusergattung binnen Jahresfrist von 225.000 auf 250.000 € . In der Spitze würden für Reihenhäuser und Doppelhaushälften in Münster aber auch 400.000 €  gezahlt. Gebrauchte Eigentumswohnungen sind laut Körbi in keiner anderen Großstadt Nordrhein-Westfalens so teuer wie in Münster. Der häufigste ermittelte Quadratmeterpreis ist den LBS-Zahlen zufolge im vergangenen Jahr um über 13 Prozent auf 2250 €  gestiegen.

Ganz anders in den übrigen Städten des Münsterlands: In Gronau sank der am häufigsten ermittelte Preis sogar um fast acht Prozent auf nur noch 125.000 € , während in Rheine (125.000 € ) und Ahlen (130.000 €) Preisbewegungen ausblieben. Leicht höhere Preise meldete die LBS unter anderem für Bocholt (180.000 €), Dülmen (175.000 € ), Coesfeld (165.000 € ), Warendorf (165.000 € ) und Ibbenbüren (130.000 € ).

Energieeffizienz und Barrierefreiheit machen das Bauen teuer

Größere Preissteigerungen gibt es zurzeit bei neuen Häusern und Eigentumswohnungen. „Höhere Anforderungen in Sachen Energieeffizienz und Barrierefreiheit machen das Bauen teuer“, nannte Körbi als Grund für diesen Trend.

Trotz wachsender Neubautätigkeit in Nordrhein-Westfalen ist Körbi unzufrieden: „Das reicht immer noch nicht aus.“ 2013 war die Zahl fertig gestellter Wohnungen in NRW von 37.000 auf 39.000 gewachsen, für 2014 wird sogar ein weiterer Anstieg auf 45 000 erwartet. „Die Zahl der Haushalte wächst, und es wird bald viele Abrisse geben – deshalb ist der Zuwachs immer noch zu gering“, sagte der LBS-Immobilien-Chef. Neubau-Bremse sei unter anderem der Mangel an geeignetem und bezahlbarem Bauland. „Hier sind die Kommunen gefordert“, so Körbi. Dennoch ist die Zahl der Baugenehmigungen 2013 NRW-weit um 24 Prozent gewachsen. Der Regierungsbezirk Münster bildet jedoch mit einem Plus von 5,4 Prozent das Schlusslicht des Bundeslandes.

Wohneigentum wird in NRW in erster Linie auf dem Markt für Gebrauchtimmobilien gebildet. Körbi: „Das Angebot an Häusern und Wohnungen versiegt trotz hoher Nachfrage nicht.“

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

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