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  • 14.08.2013, 11:34 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Industrie-Rohstofftransporte

Schleusenstreik geht an die Substanz

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen häufen sich die Klagen von Industrieunternehmen, deren Rohstoffversorgung aufgrund des andauernden Streiks der Schleusenwärter immer mehr ins Stocken gerät.

„Das Ganze geht allmählich an die Substanz“, fasst IHK-Verkehrsexperte Joachim Brendel die Sorgen der Unternehmen zusammen, die dringend auf Binnenschiffstransporte angewiesen sind.

Als Beispiel nennt die IHK ein Unternehmen im Hafen Gelsenkirchen, das 40 Prozent seiner Transporte, zu einem Großteil Gefahrstoffe, über Binnenschiffe abwickelt. „Sollten diese rund 200.000 Tonnen pro Jahr auf die Straße verlagert werden, sind rund 10.000 Lkw erforderlich“, rechnet Brendel vor. Abgesehen von der zusätzlichen Verkehrsbelastung für die Allgemeinheit seien mit der Umstellung auf Lkw erheblich höhere Kosten für das Unternehmen verbunden. Gerade in einer Zeit, in der es den Betrieben nach einem schwachen Halbjahr wieder besser gehen könnte, seien solche zusätzlichen Belastungen nur schwer zu verkraften.

(Redaktion)


 


 

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