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  • 01.03.2013, 15:00 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Informationsbroschüre

Mini- und Midijobs - alles, was man darüber wissen muss!

Ab sofort ist die Broschüre "Geringfügige Beschäftigung - sozial-, steuer- und arbeitsrechtliche Grundlagen" bei den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Borken erhältlich.

Auf rund 100 Seiten wird in der neu aufgelegten Broschüre all das erklärt, was Arbeitnehmerinnen und -nehmer im Bereich der geringfügigen Beschäftigungen (Minijob) sowie mit einem Einkommen zwischen 450 und 850 Euro (Midijob beziehungsweise Gleitzone) über ihre Rechte und Pflichten wissen sollten.

"Im Bereich der Geringbeschäftigten ist eine frühzeitige Beratung und Aufklärung sehr wichtig, da Rechte und Pflichten an dieser Stelle oftmals nicht bekannt sind", erklärt Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Borken. Sie erinnert: "Auch wenn der Verdienst eines Minijobs die Haushaltkasse aufbessert, kann diese Beschäftigungsart eine berufliche Sackgasse bedeuten." Die Broschüre liefert in fünf Kapiteln einen Überblick über aktuelle Änderungen im Bereich der Mini- und Midijobs, Begriffserklärungen aus dem Arbeitsumfeld sowie sozial -, steuer - und arbeitsrechtliche Grundlagen.

Ein Schwerpunkt des kostenlosen Informationsheftes sind die rechtlichen Neuregelungen. Dazu zählt beispielsweise, dass die Verdienstgrenze für geringfügig Beschäftigte zum 1. Januar 2013 von 400 Euro auf 450 Euro erhöht wurde. Außerdem gibt es eine Änderung in Bezug auf die Altersvorsorge. "Anstelle der grundsätzlichen Versicherungsfreiheit ist nun eine Rentenversicherungspflicht eingeführt worden, von der sich die Beschäftigten nur per Antrag befreien lassen können. Für Beschäftigungen, die bereits vor 2013 begonnen haben, gibt es zahlreiche Übergangsregelungen", erklärt Dagmar Jeske, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Südlohn. Die Broschüre zeigt außerdem, welche zusätzlichen Leistungsansprüche Minijobberinnen und -jobber durch die Aufstockung der eigenen Rente nun erhalten.

Nach der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (Stand Juni 2012) liegt der Anteil der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten an allen Beschäftigten im Kreis Borken bei 21,8 Prozent. Der Kreis rangiert damit landesweit an vierter Stelle. Wird nur die Anzahl der beschäftigten Frauen als Bezugsgröße genommen, beträgt der Anteil der ausschließlich geringfügig Entlohnten 33,5 Prozent. "Damit nimmt der Kreis Borken unter den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW leider den ersten Rang ein", so Irmgard Paßerschroer. Minijobs gibt es in fast jeder Branche. Vor allem im Einzelhandel und der Gastronomie, aber auch im medizinischen Bereich sind häufig Beschäftigte im Bereich der Mini- und Midijobs tätig.

Wer sich über das Thema informieren möchte, findet die Broschüre "Geringfügige Beschäftigung - sozial-, steuer- und arbeitsrechtliche Grundlagen" im Internet unter www.kreis-borken.de/Gleichstellung. Das kostenlose Informationsheft liegt außerdem ab sofort im Kreishaus sowie bei allen Gleichstellungsbeauftragten in den Städten und Gemeinden des Kreises aus.

(Redaktion)


 


 

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