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  • 03.11.2014, 09:46 Uhr
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  • Münster
Initiative Starke Innenstadt

Eigentümer sind in der Pflicht

Um die Weiterentwicklung der münsterischen City möglichst optimal vorantreiben zu können, will die Initiative Starke Innenstadt (ISI) verstärkt Hauseigentümer in die Pflicht nehmen und sie zur Mitarbeit animieren. Ziel müsse eine hohe städtebauliche Qualität sein, heißt es.

Die Initiative Starke Innenstadt (ISI) hat drei zentrale Mitgliedergruppen: Kaufleute, Gastronomen und Hauseigentümer. Weshalb sich Einzelhändler und Gastronomen eine starke Interessenvertretung wünschen, liegt auf der Hand. Aber Hauseigentümer?

Matthias Lückertz und Tobias Viehoff, Sprecher der rund 200-köpfigen ISI-Vereinigung, denken da aber komplett anders: Die Hauseigentümer seien der Schlüssel zum Erfolg für die City, zeigen sie sich überzeugt.

Seit einiger Zeit ist die Arbeit immer stärker auf die Eigentümer ausgerichtet, weil man nach Ansicht von Lückertz und Viehoff in ihrem Kreis zentrale Fragen erörtern kann: Welche Geschäfte sollen in die Ladenlokale ziehen? Wie sieht ein guter Mix aus hochpreisigen und preiswerten Lagen aus? Wie verhindert man Leerstände? Wie vermeidet man Sanierungsfälle? Wie vermeidet man Nachbarschaftskonflikte? Wie kann man schwierige Lagen wie den Verspoel oder die Hörster­straße aufwerten?

Lückertz bringt es auf den Punkt: „Münster Innenstadt definiert sich über Qualität. Qualität aber erreichen wir nur, wenn Händler, Gastronomen und Eigentümer an einen Strang ziehen.“

Mehr Wohnraum in der Stadt

Noch in einem Punkt sind die Hauseigentümer wichtig: Lückertz plädiert für mehr Wohnraum in der Innenstadt, „ein sehr sensibles Thema“. Zugleich aber auch gespeist von der Erkenntnis, dass auf so manchem Dachboden innerhalb des Promenadenringes noch Platz sei.

In Gedanken hat der ISI-Sprecher auch die Stadt Münster mit dabei, denn zum Gesamtpaket, das die ISI für eine gesunde Stadtentwicklung für erforderlich hält, gehören auch Punkte wie Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität und ein Veranstaltungsmix, „der zu Münster passt“.

Bei dieser Gelegenheit spricht Tobias Viehoff ganz offen seine Sorge über die künftige Entwicklung eines Magneten wie des Weihnachtsmarktes an. Dass jetzt die Frage, welcher Händler berücksichtigt werde, vor Gericht ausgetragen werde, zeige in die falsche Richtig.

„Ein Weihnachtsmarkt muss kuratiert werden, nicht verwaltet“, wirft er die Frage auf, ob es nicht an der Zeit sei, die Zukunft des Weihnachtsmarktes, aber auch von Wochenmarkt und Send stärker unter dem Aspekt der Stadtentwicklung zu beleuchten.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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