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  • 20.11.2014, 08:39 Uhr
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  • Münsterland / Greven / Ibbenbüren
Insolvenz Hansa-Group

45 Kündigungen und Lohnverzicht bei Luhns und Wibarco

20 Prozent der Mitarbeiter verlieren ihren Job, die verbleibenden müssen auf zehn Prozent Lohn verzichten – fünf Jahre lang. Der Verkauf der insolventen Hansa-Group mit ihren Sitzen in Greven-Reckenfeld (Luhns) und Ibbenbüren-Uffeln (Wibarco) soll die Zukunft des Konzerns sichern. Dass es nicht ohne schmerzhafte Einschnitte gehen würde, war den Mitarbeitern längst klar. Nun gibt es Gewissheit.

In Reckenfeld, wo Reinigungs- und Putzmittel produziert werden, arbeiten 179 Menschen. Seit in der Nacht zu Mittwoch der Verkauf an die Gemini Holding (Schweiz) unterzeichnet wurde, ist klar: 38 Luhns-Kollegen verlieren ihren Job. Bei Wibarco (chemische Grundstoffe, 87 Mitarbeiter) trifft es 19, zwölf davon sollen nach Duisburg wechseln können. Konzernweit werden aus 500 Stellen 400. Der Stellenabbau soll bis März 2015 vollzogen sein. Danach gibt es eine zunächst zweijährige Standortgarantie und die Zusage, in dieser Zeit auf Kündigungen zu verzichten.

Die Gewerkschaft IG BCE stimmte dem Kompromiss zu. „Die Alternative war, dass man dort morgen den Schlüssel rumdreht“, sagte Verhandlungsführer Friedhelm Hundertmark, der deshalb mit dem Ergebnis der komplizierten Verhandlungen durchaus zufrieden ist. Man habe 400 Jobs gerettet und weitere Einschnitte abgewendet. Der Betrieb in Reckenfeld und Uffeln wird nahtlos fortgeführt.

(Oliver Hengst, WN)


 


 

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