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  • 18.11.2013, 11:00 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Insolvenz

Max-Bahr-Baumarkt in Münster von der Schließung bedroht

Max Bahr steht in Münster vor dem Ausverkauf. Knapp 100 Mitarbeiter bangen jetzt an beiden Baumarkt-Standorten in dieser Stadt um ihre Zukunft. Wenn sich kein Investor mehr findet, dann könnten beide Bahr-Baumärkte von einer Schließung betroffen sein.

Der Grund dafür, dass plötzlich auch der Daimlerweg in Bewegung geraten ist, ist das Scheitern der aktuellen Übernahmeverhandlungen der bisherigen Bestandsmärkte von Max Bahr durch Hellweg. Während die Belegschaft des Marktes an der Theodor-Scheiwe-Straße in Münster schon seit zwei Wochen weiß, dass Ende Januar Schluss ist, rechnen die Beschäftigten am Daimlerweg jetzt ebenfalls mit einer Kündigung. „Wenn nicht noch ein Einzelhandel kommt“, sagt eine Mitarbeiterin noch ein wenig hoffnungsvoll.

Trotz aller Höhen und Tiefen geben auch an der Theodor-Scheiwe-Straße die 65 Mitarbeiter nicht auf, denn auch sie hoffen auf einen Nachmieter. Dabei waren die Beschäftigten am Daimlerweg bis zuletzt optimistisch, dass die Übernahme der sogenannten Bestandsmärkte durch Hellweg glatt über die Bühne gehen wird. Die Zeichen dafür standen gut, die Mitarbeiter hatten darum nicht aufgegeben.

Das Interesse von Hellweg an der insolventen Baumarktkette ließ Hoffnung keimen. Bis Freitagmittag, als die Hiobsbotschaft von Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder kam, dass das Bieterkonsortium Hellweg/Möhrle die Bestandsmärkte der angeschlagenen Baumarktkette Max Bahr nicht übernehmen kann. Und dazu zählt der Standort Daimlerweg.

Die Belegschaft des Marktes möchte es nicht glauben, dass eine Übernahme nur scheitert, weil sich Hellweg nicht mit dem Hauptvermieter einigen konnte. Die 35 Beschäftigten sind bestürzt. Manche von ihnen sind schon so lange im Markt beschäftigt, wie der Betrieb an dieser Stelle existiert – und das sind 18 Jahre.

Wie geht es weiter? Die Belegschaft war am Freitag wie gewohnt an ihrem Arbeitsplatz. „Was sollen wir sonst tun“, fragt eine Beschäftigte. „Wir müssen jetzt weitermachen.“ Jetzt blüht der Belegschaft am Daimlerweg, wie den Mitarbeitern im ehemaligen Praktikermarkt an der Theodor-Scheiwe-Straße, der erst 2012 zu Max Bahr gestoßen ist, der Abverkauf. Das Prozedere werde ihnen in der nächsten Woche mitgeteilt, heißt es.

(WN)


 


 

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