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  • 02.06.2014, 13:41 Uhr
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  • Münsterland / NRW
Investitionen nehmen zu

Stimmung im NRW-Mittelstand hellt sich weiter auf

Kosten steigen

Die Kostensituation hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft. Eine weiter zunehmende Zahl von Mittelständlern beklagt steigende Kosten (46%, vormals 27%). Jeder Zehnte stellt eine Entspannung auf der Kostenseite fest (10%, vormals 9%). Sowohl im Bau- und Ausbaugewerbe als auch im Verarbeitenden Gewerbe muss jedes zweite Unternehmen einen höheren Kostendruck verkraften. Auch für die kommenden Monate ist keine Besserung in Sicht. Deutlich mehr Unternehmen rechnen mit steigenden Kosten (36%; vormals 11%). Nur noch jedes Zwanzigste erwartet niedrigere Kosten (5%, vormals 14%). Besonders viele Unternehmer des Bausektors gehen von einer verschlechterten Kostensituation aus.

Die gestiegenen Kosten konnten nur vergleichsweise wenige Unternehmen durch höhere Absatzpreise kompensieren. Lediglich jeder fünfte Befragte war in der Lage, Preiserhöhungen durchzusetzen (22%; vormals 28%). Dazu gehörten insbesondere die eher binnenwirtschaftlich orientierten Unternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes sowie der Dienstleistungsbranche. Insgesamt 14% der Unternehmen haben ihre Preise sogar gesenkt (vormals 7%). Nach Ansicht der meisten Unternehmer werden sich die Preise in den kommenden Monaten kaum verändern (69%, vormals 79%). Möglichkeiten zu Preiserhöhungen sehen 21% nach zuvor 16%, darunter insbesondere die Handelsbranche. Jeder Zwölfte (8%, vormals 5%) befürchtet niedrigere Preise.

Komfortables Eigenkapitalpolster

Die Eigenkapitalausstattung der mittelständischen Unternehmen stimmt weiter optimistisch. Gut jeder dritte Befragte (39%) setzte das Eigenkapital seines Unternehmens in den vergangenen drei Jahren leicht und jeder Zehnte (10%) deutlich herauf. Eine gesunkene Eigenkapitalausstattung melden 14% der Unternehmer. Mit 45% hat sich eine weiter steigende Zahl von Unternehmen ein komfortables Kapitalpolster von > 30% der Bilanzsumme verschafft. Jedoch weisen auch recht viele Mittelständler (25%) eine niedrige Eigenkapitalquote < 10% der Bilanzsumme aus. Dies lässt sich durch den relativ großen Anteil kleinerer Unternehmen bei der Umfrage erklären. Ziemlich dünn ist die Eigenkapitaldecke im Bau- und Ausbaugewerbe, in dem 40% der Mittelständler eine Quote < 10% melden. Die Mehrheit der verarbeitenden Unternehmen (54%) ist hingegen sehr gut mit Eigenkapital ausgestattet. Facharbeitermangel, Bürokratie und Energiekosten belasten

Der Arbeiter-/Facharbeitermangel stellt die mittelständischen Unternehmen immer stärker vor Probleme (42%, vormals 32%). „Vor diesem Hintergrund erscheint der Beschluss der Bundesregierung zur Herabsetzung des Renteneintrittsalters in Deutschland wenig sinnvoll“, sagt Löcker. Auch die bürokratischen Auflagen (42%) und die steigenden Energiekosten (41%) beklagen die Mittelständler immer häufiger. Das in der letzten Umfrage größte Problemfeld, die Konkurrenzsituation, wird ebenfalls öfter genannt (40%, vormals 35%). Die Auftragslage hingegen hat in ihrer Problematik abgenommen (minus 4 Prozentpunkte). Lediglich 10% der Unternehmen halten die Finanzierungsbedingungen für schwierig.

(WGZ Bank)


 


 

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