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  • 29.11.2013, 10:41 Uhr
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  • Münster
Jobcenter-Jobcoaches

Zehn-Punkte-Plan brachte 250 Jugendliche in Ausbildung

Etwas mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler in Münster sind 15 Jahre alt oder älter und leben von Hartz 4. Das Jobcenter Münster nimmt sie mit besonderer Sorgfalt in den Blick, denn: "Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel, damit die jungen Menschen nicht in einen Kreislauf von Abhängigkeiten geraten und ein selbstbestimmtes Leben führen können", sagt Jobcoach Frank Schuerhoff.

Frank Schuerhoff gehört zu einem Team, das einen speziellen Service des Jobcenters leistet - die Vermittlung von Ausbildungsstellen. Seit 2012 arbeitet das städtische Jobcenter nach einem Zehn-Punkte-Plan, um Jugendliche zu begleiten, die die Schule verlassen. Denn je länger die Suche nach einem Ausbildungsplatz dauert, desto mehr schwinden Motivation und Energie, und Jugendliche gehen irgendwann verloren. Jobcoach Schuerhoff: "Das wollen wir mit aller Kraft verhindern." Deshalb kümmert sich das Jobcenter so früh wie möglich um jüngere Kunden. Pro Jahr sind das zwischen 350 und 500 Schulabgänger.

Der Zehn-Punkte-Plan legt Schritte fest, um den Jugendlichen den Weg für den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu bereiten. Das Jobcenter nimmt im Entlassjahr direkten Kontakt zu den Schülern auf und bietet Hilfe auf freiwilliger Basis an. Je näher das Schulende rückt, desto konkreter und häufiger werden die Unterstützungsangebote. 2013 haben 340 Jugendliche die angebotene Hilfe zur Ausbildungsstellenvermittlung angenommen, darunter auch Bewerber aus dem Vorjahr.

Erfreuliche Ergebnisse

Der Erfolg spricht für sich: Etwa 250 Jugendliche konnten einen begehrten Ausbildungsplatz erhalten. Viele Entlassschüler nutzen die Möglichkeit weiterführender Schul- oder Bildungsmaßnahmen, um ihre Zukunftsperspektiven zu verbessern. Einige Jugendliche fallen jedes Jahr aus ganz anderen Gründen aus der münsterschen Statistik, zum Beispiel weil sie umgezogen sind oder die Familie keine Grundsicherung mehr benötigt. Die besondere Sorge des Jobcenters gilt denen, die noch ohne Alternative sind. Das waren am Ende noch exakt vier Jugendliche beim Jobcenter Münster. Aber auch sie erhielten inzwischen ein weiteres Unterstützungsangebot.

"Dieses Ergebnis ist sehr erfreulich", stellt Jobcenter-Leiter Ralf Bierstedt fest. "Es zeigt, dass der 10-Punkte-Plan eine gute strategische Grundlage ist, auf der wir unsere Arbeit für die jungen Menschen auch im nächsten Jahr intensiv fortsetzen können. Schließlich sind Bildung und Ausbildung ein wesentlicher Teil des Fundaments, die ein Leben ohne Grundsicherungsleistungen ermöglichen."

(Stadt Münster)


 


 

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