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  • 27.09.2012, 15:20 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Kampf gegen Fachkräftemangel

Regionalagentur Münsterland präsentierte Good-Practice-Beispiele

Wie kann es gelingen, die Fachkräftelücke mit den vorhandenen Potenzialen zu schließen? Wie können sich Unternehmen aufstellen, um neue Talente zu gewinnen und diese auch zu halten? Diesen Fragen hat sich jetzt die Regionalagentur Münsterland gewidmet.

Unter dem Motto "Talente gewinnen - qualifizieren - binden" wurden bei der gleichnamigen Veranstaltung am Mittwoch, 26. September 2012, auf dem Gut Havichhorst praxisnahe Beispiele für "Personalplanung mit Weitblick" diskutiert.

Über den wirtschaftlichen Nutzen von langfristig angelegter Personalentwicklung referierte zu Beginn der Informations- und Netzwerk-Veranstaltung Prof. Dr. rer. pol. Olaf Arlinghaus, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Münster. In einer anschließenden Talkrunde lieferten drei Unternehmensvertreter vor rund 90 Gästen, die entsprechenden Beispiele aus der Praxis: Dorothee Weber, Beraterin für Aus- und Weiterbildung bei der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, erläuterte das firmeneigene Ausbildungskonzept, das unter anderem Theaterworkshops zur Stärkung der Persönlichkeit und Teamfähigkeit der Auszubildenden vorsieht. Über die Strategie, das eigene Personal konsequent weiterzubilden, berichtete der Marketing-Manager Mario Gerber von der HAVER Academy, einer eigens für das Oelder Unternehmen HAVER & BOECKER OHG eingerichteten Weiterbildungsakademie. Betriebliches Gesundheitsmanagement als eines der wichtigsten Elemente in der Personalplanung war das Thema von Gunnar Sander, Geschäftsführer der Sander Pflege GmbH aus Emsdetten. Das Unternehmen selbst geht hier mit gutem Beispiel voran, denn: Insbesondere in der Pflegebranche ist der gesundheitliche Ausgleich der Mitarbeiter von sehr hoher Bedeutung. "Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der in diesem Berufszweig längst angekommen ist, sind Angebote wie Betriebssport sinnvoll angelegte Investitionen", bestätigte Gunnar Sander.

"Um für den zu erwartenden Fachkräftemangel gerüstet zu sein, sind wir gut beraten, auch einen Blick in die Unternehmen zu werfen", unterstrich Julia Roesler, Leiterin der Regionalagentur Münsterland, und fügte hinzu: "Überall da, wo Fachkräfte mustergültig gefordert wie gefördert werden, ist 'Abgucken' nicht nur erlaubt, sondern auch dringend empfehlenswert." Die Veranstaltung, die in Kooperation mit den Wirtschaftsförderern des Münsterlandes und der Handwerkskammer Münster organisiert wurde, stand in engem Zusammenhang mit der NRW-Landesinitiative zur Fachkräftesicherung, die die gleichen Ziele verfolgt: künftige Bedarfe der Wirtschaft identifizieren, Bildungs- und Ausbildungspotenziale verbessern, betriebliche Rahmenbedingungen optimieren.

Weitere Informationen sowie konkrete Projektberatung zur NRW-Fachkräfteinitiative hält die Regionalagentur Münsterland bereit: www.regionalagentur-muensterland.de.

(Redaktion)


 


 

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Fachkräftemangel Regionalagentur Münsterland

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