Weitere Artikel
  • 15.03.2013, 10:23 Uhr
  • |
  • Münster & Münsterland
Kanal-TÜV

Flächendeckende Dichtigkeitsprüfung vom Rat abgelehnt

In Münster bleibt der sogenannte Kanal-TÜV auf Wasserschutzgebiete beschränkt. Eine flächendeckende Dichtigkeitsprüfung lehnte der Rat der Stadt Münster ab.

Gegen die Stimmen der Grünen hat der Rat der Stadt Münster in seiner Sitzung am Mittwochabend entscheiden, dass „flächendeckende Dichtigkeitsprüfungen“ nicht vorgeschrieben werden. Der Antrag dazu kam von der FDP.

Der seit Monaten landesweit diskutierte Kanal-TÜV bezieht sich auf Abwasserleitungen auf Privatgrundstücken. Wenn sie defekt sind, kann austretendes Abwasser die Umwelt belasten.

Auf Landesebene wurde nun entschieden, dass Überprüfungen der Leitungen nur für Hausbesitzer in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten verbindlich sind.

Die rot-grüne Landesregierung hatte den Kommunen aber freigestellt, darüber hinausgehende Regelungen zu treffen. Davon macht Münster jetzt aber keinen Gebrauch.

Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, für die Ratssitzung am 15. Mai einen Beschlussvorschlag zu erarbeiten, um das Vorgehen der Stadt näher zu regeln.

Der FDP-Ratsherr Hans Varnhagen begrüßte es, „dass die leidige Diskussion und vor allem die Unsicherheit für Tausende Hausbesitzer nun beendet wird“. Bürgermeister Holger Wigger, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, verwahrte sich unterdessen gegen die Kritik der CDU, die münsterische SPD habe eine Verschärfung angestrebt. „Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage.“ Die CDU solle aufhören, entsprechende Informationen zu verbreiten. „Die Beschlusslage und unsere Haltung lassen nichts an Klarheit vermissen“, so Wigger.

(Klaus Baumeister)


 


 

Hans Varnhagen
Holger Wigger
Münster
Rat
Kanal-TÜV
CDU
Hausbesitzer
Wasserschutzgebiete
Beschlussvorschlag

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Hans Varnhagen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: