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  • 11.01.2013, 09:18 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Kanalausbau in Münster

Bessere Befahrbarkeit des Dortmund-Ems-Kanals in den kommenden Jahren

In den nächsten Jahren soll der Verkehr auf dem Dortmund-Ems-Kanal erheblich gesteigert werden. Der Vizepräsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West, Michael Heinz, berichtete hierzu in Münster.

Allein der Transport von Kohle werde in den nächsten Jahren in Teilbereichen extrem steigen. Dafür wird der Kanal in Tiefe und Breite ausgebaut.

„Wenn der Bergbau 2018 zu Ende geht, müssen die Kraftwerke im Ruhrgebiet und auch das in Ibbenbüren trotzdem noch mit Kohle beliefert werden. Der Wegfall des Bergbaus müsse durch Importkohle kompensiert werden. „Und die kommt über das Wasser“, so Heinz. Von den Häfen werde sie dann oft per Förderband oder Zug zu den Kraftwerken transportiert. „Im Hamm-Datteln-Kanal werden heute fünf Millionen Gütertonnen Kohle transportiert. Das wird sich vervierfachen“, sagte Michael Heinz.

Der Transport von Kohle sowie chemischen Erzeugnissen würde seit Jahren jedes Jahr zunehmen. „50 Prozent aller Wasserstraßentransporte in Deutschland finden in NRW statt. Die Schiffe transportieren deutlich mehr als die Eisenbahn“, berichtete der Vizepräsident, der auf Einladung des Netzwerkes Wasser der Fachhochschule und Universität Münster referierte.

Um die Mengen noch weiter zu steigern, werden die Kanäle, besonders auch der DEK, seit Jahren in die Tiefe und Breite ausgebaut. Damit in NRW demnächst auch die Containerschiffe zweistöckig und damit wirtschaftlich überall unterwegs sind, müssen noch insgesamt 40 Brücken auf eine Mindesthöhe von 5,25 Meter angehoben werden. „Das kostet zwischen 500.000 und eine Million Euro je Brücke“, so Heinz.

Im Münsterland hätten die meisten Brücken diese Höhe bereits. Ruhe herrscht dort trotzdem nicht. Allein im Stadtgebiet Münster wird der DEK in den nächsten Jahren zur Großbaustelle, um ihn für moderne Großmotorgüterschiffe mit 110 Metern Länge befahrbar zu machen. Sie können zwar problemlos die bereits in weiten Teilen ausgebauten Ruhrgebietskanäle und den Mittellandkanal befahren, aber das dazwischen liegende Bindeglied des DEK ist für sie nicht passierbar.

(Redaktion)


 


 

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