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  • 13.05.2015, 08:46 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Karstadt in Münster

Karstadt bleibt, 35 Mitarbeiter müssen gehen

Die Karstadt-Belegschaft kommt nicht zur Ruhe. Immer neue Hiobsbotschaften setzen den Beschäftigten im Konzern und damit auch in der münsterischen Filiale zu, obschon die Meldung von einer Schließung am Dienstag nicht das Haus an der Salzstraße betrifft. Trotzdem: Der Tag rückt näher, dass 35 Mitarbeiter das Karstadt-Haus an der Salzstraße verlassen werden.

Ende Mai wird der Kunde in Münster diese Veränderungen mit großer Sicherheit zu spüren bekommen, wenn von rund 200 Beschäftigten plötzlich 35 nicht mehr zur Verfügung stehen.

Trotz dieser herben Einschnitte sind die Nachrichten vom möglichen Aus der Häuser in Bottrop, Recklinghausen und Mönchengladbach für die Mitarbeiter in Münster genauso schmerzlich. Peter Frohwerk, Vorsitzender des Betriebsrates in Münster, spricht von Betroffenheit. Auch das Argument, dass die Umsätze in den von der Schließung betroffenen Geschäften mäßig seien, möchte er nicht stehenlassen. Von einer Übernahme von Mitarbeitern der Häuser in anderen Filialen ist keine Rede.

Der Betriebsrat in Münster ist momentan mit den Veränderungen im Haus beschäftigt, wenn 35 Frauen und Männer die Karstadt-Filiale verlassen. Nur ein kleiner Teil, sagt Frohwerk, verabschiede sich noch in den Ruhestand. Dafür seien in den vergangenen Jahren schon zu viele Beschäftigte gegangen.

„Ab 1. Juni wird die Personalplanung im Haus sehr schwer“

Wenige Mitarbeiter hätten eine neue Stelle gefunden, die meisten Kollegen gingen „freiwillig“ in die Transfergesellschaft. „Ab 1. Juni wird die Personalplanung im Haus sehr schwer“, befürchtet Peter Frohwerk mit Blick auf die Öffnungszeiten und auf die bevorstehende Urlaubszeit. Ab Juni könnten Kunden das Gefühl haben, sie seien in einem Baumarkt. Dort, wo sich eine Menschentraube befindet, so der Betriebsrat, dort werde meistens ein Mitarbeiter belagert. Frohwerk bedauert schon heute die Kollegen.

Um die Verkäufer zu entlasten, damit diese mehr Zeit für Kunden haben, möchte der Konzern einen Warenservice einrichten, der sich beispielsweise nur noch um das Einräumen von Ware kümmert und um den Kassenbereich. Wann dieser Service eingesetzt wird, steht nach Angaben des Betriebsrates nicht fest. Dafür seien viele Fragen unter anderem über Arbeitszeiten offen.

Christine Meyer von Froreich, Filialgeschäftsführerin in Münster, ist überzeugt, dass die Belegschaft gerade jetzt ihre Ärmel hochkrempelt. Die Umstrukturierung wird in den nächsten Wochen umgesetzt, kündigt sie an.

(WN)


 


 

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