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  • 01.04.2015, 09:07 Uhr
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Karstadt

Personalabbau bei angeschlagener Warenhauskette

Lange blieben die Beschäftigten von Karstadt in Münster im Unklaren, jetzt steht fest: weit mehr als 30 Beschäftigte gehen und müssen gehen. Einige haben einer betriebsbedingten Kündigung vorgegriffen und sich für die Transfergesellschaft gemeldet.

Weit mehr als 30 von derzeit etwa 190 Beschäftigten werden in diesem Jahr das Karstadt-Haus in Münster verlassen. Dazu gehören Teilzeit- und Vollzeitkräfte gleichermaßen. Dabei sei die Zahl der Frauen und Männer, die kurz vor der Rente stehen, aber „sehr sehr gering“, so Betriebsrat Peter Frohwerk. Ein Großteil der Mitarbeiter in der Karstadt-Filiale habe einer möglichen betriebsbedingten Kündigung vorsorglich vorweggegriffen und strebe „freiwillig unter Zwang“, so der Betriebsrat, von sich aus einen Wechsel in die Transfergesellschaft an, die die Karstadt-Beschäftigten bei einer Weiterqualifizierung unterstützen soll. Ohne diesen Zwang, mutmaßt Frohwerk, wären vielleicht nur acht Mitarbeiter in die Transfergesellschaft gewechselt.

Die betriebsbedingten Kündigungen bei Karstadt wurden zu Ende März ausgesprochen. Die genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter wollte Peter Frohwerk nicht nennen. Es sollen aber weit über 33 sein, denn diese Zahl kursiert.

Monatelang blieben die Mitarbeiter in der münsterischen Karstadt-Filiale wie in allen anderen Häusern des Konzerns im Unklaren. Die Maßnahme im Verkauf, befürchtet Frohwerk, sei der erste Schritt. Demnächst werde erneut Personal aus dem Verkauf abgezogen, um damit das Warenserviceteam zu besetzen. Frohwerk: „Der Personalabbau wird bei Karstadt extrem zu spüren sein.“

(WN)


 


 

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