Weitere Artikel
  • 07.05.2015, 09:51 Uhr
  • |
  • Münster / Hamm
Kein Fracking in Ascheberg-Herbern

Hammgas Konsortium beantragt Probebohrung ohne Fracking

Die frackingfreie Erdgas-Förderung ist in NRW einen Schritt vorangekommen. Fünf Monate später als angekündigt hat der Unternehmensverbund Hammgas am Mittwoch bei der Bezirkregierung in Arnsberg den Antrag auf die Erlaubnis ei­ner Probebohrung in Ascheberg-Herbern gestellt.

Das Konsortium vermutet dort in tief liegenden Kohleflözen üppige Gasvorkommen. Wie Geschäftsführer Ralf Presse in Hamm mitteilte, hoffe der Verbund auf eine zügige Genehmigung durch die in Bergbaufragen landesweit zuständige Aufsichtsbehörde. Hammgas will „im dritten Quartal dieses Jahres mit der Suche beginnen“. Eine zweite Bohrung soll 2016 erfolgen. Diese erste Phase der Exploration könnte bis zu zwölf Millionen Euro kosten.

Bei der Suche nach Lagerstätten soll die bislang noch nicht erprobte Tektomechanik eingesetzt werden, die anders als das Fracking ohne Chemie auskommt. Dabei werden vorhandene Daten aus dem Bergbau auf lockere Gesteinschichten in der Nähe noch nicht ausgekohlter Flöze neu durchforstet. Aus solchen Feldern soll das Gas ohne Frack-Chemikalien gefördert werden können.

Fünf Monate soll die erste Probebohrung in der Bauerschaft Nordick dauern. Dabei wird das Bohrgestänge bis in Tiefen von 1.000 Meter gefahren. Hammgas schätzt, dass die förderbaren Vorkommen im Raum Hamm ausreichen, um die Stadt 20 bis 30 Jahre lang mit Gas zu versorgen.

(Elmar Ries, WN)


 


 

Fracking
Probebohrung
Förderung
Hammgas
Gasvorkommen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Fracking" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: