Weitere Artikel
  • 25.02.2015, 08:39 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
„Keine Immobilienblase“

Westfälische Sparkassen sagen mehr Wohnungsbaudarlehen zu

Mehr Wohnungsbaudarlehen, mehr vermittelte Immobilen – was die Bilanz der Sparkassen in Westfalen-Lippe aufbessert, könnte Zeichen für eine sich bildende Immobilienblase sein. „Aus unserer Sicht gibt es keine Immobilienblase“, stellte Jürgen Wannhoff, der Vize-Präsident des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe (SVWL), klar.

Und Wannhoff nennt auch Argumente für seine Analyse: Der durchschnittliche Eigenkapitalanteil, den Käufer mitbringen, sei von 2009 bis 2012 von 26 auf 29 Prozent gestiegen. Außerdem vereinbarten Immobilienerwerber längere Zinsbildungsfristen, um schneller tilgen zu können, so Wannhoff.

Die westfälischen Sparkassen steigerten indes im vergangenen Jahr ihre zugesagte Wohnungsbaudarlehen um 3,1 Prozent auf 4,8 Milliarden . Der Anstieg ergab sich ausschließlich beim Erwerb von gebrauchten Immobilen (plus 4,8 Prozent). Die Kreditzusagen für Neubauten gingen hingegen um 1,8 Prozent zurück.

Wenn immer mehr Sparkassenkunden gebrauchte Häuser und Eigentumswohnungen kaufen, wird das auch im Geschäft mit Immobilienvermittlungen spürbar. Die Zahl der vermittelten Objekte kletterte bei den westfälischen Sparkassen insgesamt um 9,2 Prozent auf 5664. Laut Wannhoff stiegen gleichzeitig die Verkaufspreise – und zwar um sieben Prozent auf rund 165 000 . „Das ist aber kein reiner Teuerungseffekt, sondern zum Teil auch ein Beleg dafür, dass die Sparkassen mehr hochwertige Objekte vermittelt haben“, betonte Wannhoff.

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

Immobilen
Wohnungsbaudarlehen
Kredite
Häuser
Eigentumswohnungen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Sparkassen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: