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  • 27.02.2015, 08:32 Uhr
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  • Münsterland
KH Steinfurt-Warendorf

Steuerbonus für Handwerkerleistungen bleibt

Dass die Bundesregierung am heutigen Donnerstag den Steuerbonus für die Wärmedämmung wohl endgültig gekippt hat, bedauert Hauptgeschäftsführer Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf. Schließlich hätte dieser steuerliche Anreiz zu einer größeren Investitionsbereitschaft und einem Schub bei den energieeffizienten Maßnahmen geführt.

Aber – und da ist aus Sicht Tischners der Haken – profitiert hätten neben der Umwelt nicht nur die Handwerker, sondern auch beispielsweise die industriellen Hersteller von Dämm-Materialien. Finanzieren sollte aber diese steuerliche Förderung allein das Handwerk, denn im gleichen Schritt wollte man den bewährten Steuerbonus für Handwerkerleistungen beschneiden.

Konnte der private Kunde bei der jährlichen Steuererklärung bislang für haushaltsnahe Dienstleistungen von Handwerkern bis zu einem Gesamtbetrag von 6.000 Euro 20 Prozent als Steuerbonus geltend machen, sollte nun zur Finanzierung energetischer Maßnahmen für Handwerkerrechnungen erst ab 300 Euro steuerliche Vorteile gelten. Dies war der Plan im Rahmen des "Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz", und dieser ist nun am Veto der Länder gescheitert.

„Gut so“, meint Hauptgeschäftsführer Frank Tischner, denn zum einen sei es ein Unding, zwei Förderinstrumente mit verschiedener Zielrichtung, vor allem aber auch einem unterschiedlichen Kreis von Begünstigten gegeneinander auszuspielen. Vor allem aber hat sich der Steuerbonus für Handwerkerleistungen bei der Eindämmung der Schwarzarbeit bewährt, denn nur die Auftraggeber ( steuer )ehrlicher Handwerksarbeit kommen in den Genuss des Bonus .

„Dass es bei dem bisherigen Steuerbonus-Modell bleibt, ist ein Gewinn für das Handwerk“, meint deshalb Tischner, der aber auch kritisiert, dass nun auf der anderen Seite es wohl keine steuerliche Förderung energetischer Maßnahmen geben wird, obwohl dies seit langem eine Forderung des Handwerks ist, um Anreize für den privaten Hausbesitzer zu schaffen. „Jeder Euro Steuerförderung bewirkt ein Mehrfaches an zusätzlichen privaten Investitionen, so dass der Staat auf Dauer mehr einnimmt als er ausgibt“, kritisiert Frank Tischner die Politik und die heutige Entscheidung.

(KH Steinfurt-Warendorf)


 


 

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